Ferrari Daytona SP3 von Novitec
Novitec beweist, dass sich selbst die Modelle von Ferraris „Icona“-Serie noch verfeinern lassen. Wir schreiben das Jahr 1967. Es ist Anfang Februar und das 24-Stunden-Rennen in Daytona geht nach der Premiere im Vorjahr in seine zweite Runde. Duzende Fahrer rollen auf dem Daytona International Speedway in unterschiedlichsten Wagen an den Start, gehen im Kampf um die Platzierungen volles Risiko und schenken sich nichts. Nachdem Ford und Carroll Shelby 1966 mit einem GT40 Mk.II gewonnen hatten, rechnete sich der Hersteller sicher erneut gute Chancen auf den Gesamtsieg aus. Doch die Konkurrenz war stark. Neben Porsche setzte vor allem Ferrari alles daran, Ford vom Daytona-Thron zu stoßen. Dafür gingen alleine zwei Werksteams ins Rennen. Und die Italiener hatten Erfolg: Am Ende waren gleich alle ersten drei Plätze mit Ferraris belegt. An genau diesen großen Triumph erinnerte der Daytona SP3. Das auf nur 600 Exemplare limitierte Sondermodell entstand im Rahmen von Ferraris „Icona“-Serie.
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Veredelung aus dem Allgäu
Einen schon im Serienzustand derart hochexklusiven Mittelmotor-Sportler nachträglich noch zu tunen und individualisieren, ist eigentlich nicht unbedingt der naheliegendste Gedanke. Es sei denn man ist Novitec, einer der weltweit renommiertesten Veredler der Sportwagen aus Maranello. Die in Stetten im Unterallgäu beheimateten Spezialisten haben sowohl in technischer wie auch in optischer Hinsicht Ansatzpunkte gefunden, um den Daytona SP3 noch individueller und einzigartiger zu gestalten.
Leistungsfähigere Abgasanlage
In Sachen Motor folgt das Coupé mit herausnehmbarem Targa-Dach noch einer von de Fans klassischer Sportwagen-Zutaten heißgeliebten, althergebrachten Tradition, die leider zunehmend ausstirbt. Für Vortrieb sorgt nämlich ein V12. Noch dazu kommt dieser ohne Aufladung aus, bietet stattdessen aber einen üppigen Hubraum von 6,5 Litern. Aus diesen generiert er frei saugend beeindruckende 840 PS und 697 Nm maximales Drehmoment! Ein bisschen mehr Power kann aber bekanntlich nie schaden. So entwickelte Novitec eine hauseigene Performance-Abgasanlage mit Metallkatalysatoren sowie elektronischer Klappensteuerung. Sie lässt den Zwölfzylinder dank optimierter Abgasführung und reduzierten Abgasgegendrucks freier Ausatmen, was sich in einer Leistungssteigerung von etwa 28 PS niederschlägt. Während schon die Standardausführung wärmeisoliert ist, gibt es optional eine 999 Feingold-Beschichtung, die besonders wärmeableitend ist.
Schmiedefelgen von Vossen
Als optisches Highlight für den Daytona SP3 hat Novitec – wie üblich in Kooperation mit Vossen – exklusive Schmiedefelgen konzipiert. Drei verschiedene Designs stehen zur Verfügung, jeweils in zahlreichen Farb- und Oberflächenvarianten. Im Falle des gezeigten Exemplars fiel die Wahl auf passend zur Karosserie in mattem Grau gefinishte Novitec NF10-Räder samt Nabendeckeln in Zentralverschluss-Optik. Die Dimensionen betragen vorne 9,5×20 und hinten 12,5×21 Zoll, die zugehörigen Pirelli-Hochleistungs-Bereifungen messen 265/30ZR20 und 345/30ZR21.
Abrunndend offeriert Novitec natürlich auch für den Daytona SP3 auf Wunsch eine umfassende Neuausstattung des Interieurs. Das mit höchster Präzision verarbeitete Leder und Alcantara kann der Kunde sich farblich beliebig nach seinen persönlichen Wünschen abstimmen lassen.
Motor: 6,5-Liter-V12-Ottomotor, komplett wärmeisolierte (optional mit 999 Feingold-Beschichtung) Novitec-Performance-Abgasanlage mit Metallkatalysatoren und elektronischer Klappensteuerung
Leistung: 638 kW / 868 PS
Kraftübertragung: Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe
Rad/Reifen: Novitec NF10-Schmiedefelgen in 9,5×20 und 12,5×21 Zoll mit Pirelli P Zero Corsa-Bereifung in 265/30ZR20 und 345/30ZR21
Innenraum: optional komplett individuelle Neuausstattung mit Leder und Alcantara
