Exklusives Comeback des Z4
Nach 24 Jahren, drei Generationen und reichlich Open Air-Fahrspaß schob BMW im vergangenen Frühjahr den Z4 aufs Abstellgleis. Der 2002 als Z3-Nachfolger gestartete Roadster verabschiedete sich mit einer Final Edition. Einen direkten Nachfolger der dritten Z4-Generation (G29) gibt’s vorerst nicht – Schluss, Dach zu, Feierabend? Nicht so ganz! Denn dem heute brandneu vorgestellten Bovensiepen Spider lebt der G29 offensichtlich weiter…
So basiert der Spider auf dem Z4-Topmodell M40i, fällt dabei aber natürlich deutlich exklusiver aus: Aus dem Großserien-Roadster wird ein von Hand aufgebauter Sportwagen für Sammler und Genießer – weltweit limitiert auf nur 99 Exemplare. Gewissermaßen Z4 Haute Couture statt Roadster von der Stange.

Gemeinsam mit Frank Stephenson Design kreierte Bovensiepen einen eigenständigen Auftritt: Ein hochglänzend schwarzer Frontsplitter mit markanten Doppelspitzen, vergrößerte Kotflügelentlüftungen, neue Seitenschweller und ein eigenständiger Diffusor schärfen die Konturen. Der harmonisch integrierte Heckspoiler verlängert die Silhouette und bringt deutlich mehr Spannung ins Heck. Dazu gibt der Kleinserienhersteller aus Buchloe dem Stoffverdeck-Roadster filigrane 10-Speichen-Schmiedefelgen in 9×20 und 10,5×20 Zoll mit Michelin Pilot Sport 4 S-Pneus in 255/35ZR20 und 295/30ZR20 auf den Weg.

Auch technisch hat der Spider mehr Pfeffer unter der langen Haube: Der 3,0-Liter-Turbo-Reihensechser des Z4 M40i erstarkt von 340 PS und 500 Nm auf 435 PS und 580 Nm. Dafür optimierte Bovensiepen die Ansaugluftführung, ergänzte einen Ram-Air-Kanal, vergrößerte den Ansaugschalldämpfer und reduzierte mit einer Sportabgasanlage den Abgasgegendruck. Die ZF-Achtgang-Automatik reicht die Kraft an die Hinterräder weiter.
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Auch wenn solcherlei Vollgas-Orgien sicherlich nicht die Kernkompetenz des Open Air-Bovensiepens sind, fällt Tempo 100 nach 4,2 Sekunden. Serienmäßig sind 260 km/h drin. Das optionale Performance-Paket hebt das Limit auf 295 km/h und bringt einen gefrästen Aluminiumdeckel mit vergrößerten Kühlrippen für das Hinterachsdifferenzial sowie eine versteifende V-Strebe am Unterboden mit. Neu abgestimmte Dämpfer, längere Zusatzfedern hinten und eine optionale Hochleistungsbremse mit 395 beziehungsweise 345 Millimeter großen Scheiben grenzen den Spider zusätzlich vom Serien-Z4 ab.

Den größten gesellschaftlichen Aufstieg erlebt der BMW jedoch innen. Vernasca-Leder, Alcantara und ein mit besonders feinem Lavalina-Leder bezogenes Lenkrad gehören zur Serienausstattung. Auf Wunsch fertigt die hauseigene Sattlerei individuelle Volllederinterieurs, beledert das Armaturenbrett oder kleidet sogar Fuß- und Kofferraum mit Alcantara aus. Persönliche Prägungen und Stickereien machen jedes Exemplar zum Einzelstück.

So wird aus dem sympathischen BMW-Roadster ein deutlich edlerer Buchloer Boutique-Sportwagen. Der Preis passt zum Aufstieg: Mindestens 115.500 Euro werden fällig. Die ersten Spider sollen Ende des ersten Quartals 2027 ausgeliefert werden.
Weitere Informationen gibt es auf www.bovensiepen.com
