Neuheit Ford GT Liquid Carbon

Neuheit Ford GT Liquid Carbon

Zu den begehrenswertesten Mittelmotor-Sportwagen, die der Markt aktuell zu bieten hat, zählt zweifellos der Ford GT. Das mittlerweile in dritter Generation angebotene Coupé, das auf die legendären Le Mans-Siegerfahrzeuge GT40 aus den 1960er Jahren zurückgeht, ist seit 2017 auf dem Markt. Während Ford zunächst nur eine Auflage von 300 Exemplaren plante, würde sie mittlerweile auf 1.350 Stück erhöht, die bis 2022 gebaut werden sollen. Zur Hälfte des Produktlebenszyklus’ hat Ford nun auf der Chicago Auto Show Anfang Februar eine upgedatete Version des GT vorgestellt. Inklusive einer neuen Ausführung, die eine ganz besonders spektakuläre Optik zur Schau stellt.

Es handelt sich um die sogenannte Liquid Carbon-Variante. Bei dieser wird unmissverständlich ersichtlich, aus welchem Material die Karosserie des GT gefertigt ist – nämlich komplett aus Carbon, sprich kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Dies kann bei dem Ford aufgrund der üblicherweise aufgetragenen Lackierung schnell in Vergessenheit geraten.

Klarlack und optional Zierstreifen

Der Liquid Carbon verzichtet hingegen auf eine Einfärbung, der Werkstoff wird nur durch einen klaren Überzug geschützt, sodass die typische, graue Faserstruktur bestens zu sehen ist. Dies macht selbst bei den Rädern keinen Halt, denn die sonst optional für den GT verfügbaren Carbon-Felgen besitzt die Sonderversion serienmäßig. Wer dennoch nicht ganz auf etwas Farbe verzichten will, der kann sich auf Wunsch einen oder zwei Zierstreifen in jeder beliebigen, für den Ford angebotenen Farbe bestellen. Diese ziehen sich dann im klassischen Racing-Stil von der Front zum Heck über das Fahrzeug. Selbiges gilt für die Außenspiegel, wobei die Farbe hier erstmals auch unabhängig von jener der Streifen gewählt werden kann.

Weiterentwickelte Technik

Unter der Karosserie respektive insbesondere der durchsichtigen Motorhaube hat sich ebenfalls etwas getan. Ford spendiert dem GT ab dem Modelljahr 2020 ein überarbeitetes Triebwerk, das damit über eine erhöhte Power verfügt: So generiert das 3,5 Liter große Biturbo-V6-EcoBoost-Aggregat dann nicht mehr wie bisher 656 PS, sondern maximal 669 PS. Ob beziehungsweise inwiefern sich dieses Plus auf die schon vorher beeindruckenden Fahrleistungen von 2,8 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 und einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 347 km/h auswirkt, bleibt abzuwarten. Zu vermuten ist, dass die Zusatzleistung in solchen Sphären wohl nur symbolischen Charakter auf dem Papier hat. Klar ist jedoch, dass die zusätzlichen Pferdestärken natürlich nicht nur dem Liquid Carbon, sondern allen künftigen GT zugute kommen. Last but not least besitzt der Ford-Supersportler ab sofort standardmäßig eine neue Abgasanlage von Akrapovic.