Wuchtiges Mittelklasse-Topmodell
Endlich rollt mal wieder ein neues RS-Topmodell an den Start. Der RS 5 beerbt als Avant den RS 4 und als Limousine quasi den RS 5 Sportback. Mit dem Duo setzen Audi erstmals in einem RS auf einen Plug-in-Hybrid-Antrieb. Er kombiniert den bekannten, tiefgreifend weiterentwickelten und nun 510 PS starken 2,9-Liter-Biturbo-V6 mit einem 130 kW starken E-Motor. Natürlich ist das System konsequent Performance-orientiert ausgelegt. Dementsprechend beeindruckend liest sich das Datenblatt. Eine Gesamtleistung von 639 PS, 825 Nm maximales Drehmoment, 3,6 Sekunden auf Tempo 100, optional 285 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Schwerer Plug-in-Hybrid-Antrieb
Auf den zweiten Blick folgt beim Vergleich mit der Konkurrenz womöglich schon eine kleine Ernüchterung. Beschleunigung und Vmax entsprechen quasi den Werten des BMW M3 Competition xDrive. „Nur“, denn der nicht hybridisierte Münchener ist etwa 100 PS schwächer. Audis Manko an dieser Stelle musste BMW mit dem M5 eine Klasse höher bereits am eigenen Leib erfahren: Die Hybrid-Technik treibt das Gewicht in die Höhe! Vor allem der 25,9-kWh-Hochvoltbatterie ist zuzuschreiben, dass der RS 5 als Limousine leer 2.355 Kilogramm wiegt und als Avant 2.370 Kilogramm. Mit anderen Worten: gut 400 Kilogramm mehr als die M3!
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Hochperformante Technik
Eine Achtgang-Automatik bringt die Kraft im Zusammenspiel mit Audis quattro-Allradantrieb zuverlässig auf die Straße. Letzterer beinhaltet neben einem selbstsperrenden Mitteldifferenzial erstmals ein elektromechanisches Torque Vectoring-System im Hinterachsgetriebe. Das RS-Sportfahrwerk bietet Fünflenker-Achskonstruktionen und 2-Ventil-Dämpfer-Technologie. Alternativ zu den serienmäßigen Stahl-Bremsanlagen mit vorne 420- und hinten 400-mm-Scheiben gibt es noch brachialere RS-Carbon-Keramik-Bremsen mit 440-mm- und 410-mm-Scheiben. Sie bringen den RS 5 aus 100 km/h in nur 30,6 Metern zum Stillstand.

RS-typischer Auftritt
Optisch sind die coupéhafte Limousine und der Avant mit ihrem extrovertierten Styling auf Anhieb als RS-Modelle zu erkennen. Die versteifte Karosserie ist vorne wie hinten um etwa neun Zentimeter verbreitert! So steht der RS 5 wirklich sehr muskulös auf der Straße. Die Front dominiert der Singleframe-Grill mit dreidimensionaler Wabestruktur, an den die seitlichen Lufteinlässe fast nahtlos anschließen. Highlight am Heck ist der ausgeprägte Diffusor. In ihm münden zwei sehr dicke, ovale Endrohre der RS-Sportabgasanlage. Die Felgen messen mindestens 20 Zoll, optional gibt es 21-Zoll-RS-Schmiederäder.
Serienmäßig sind diverse Elemente der Karosse glanzschwarz ausgeführt. Gegen Aufpreis offeriert Audi sie alternativ in Carbon-Variante. Besonders extravagant wird es dabei mit der Forged Carbon-Version. Sie gibt es exklusiv mit dem Audi Sport Paket, das weitere Umfänge wie die Vmax-Anhebung, eine noch martialischere Frontgestaltung und die exklusive Lackoption Bedfordgrün Metallic umfasst.

Hochwertiges Interieur
Die Innenausstattung ist qualitativ auf hohem Niveau. Wobei der Wagen standardmäßig nur mit Stoff/Mikrofaser-Einrichtung kommt, Leder kostet Aufpreis. Das MMI-Infotainmentsystem kombiniert die „Virtual cockpit“ genannten digitalen Armaturen und das mittige Display unter einer gemeinsamen, gebogenen Abdeckung. Rechts davon sitzt ein weiterer Screen vor dem Beifahrer, das Head-up-Display ist optional. Eigens für den RS 5 wurden diverse „Audi driving experience“-Anzeigen entwickelt. Über sie lassen sich Performance-Werte wie G-Kräfte, Reifentemperatur, Rundenzeiten, Leistungs- sowie Beschleunigungsdaten und vieles mehr abrufen und auswerten. Die Sportsitze plus versprechen in jeder Lebenslage guten Seitenhalt. Details wie farbige Gurte und Ziernähte sowie ein unten und oben abgeflachtes Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung runden das Cockpit ab.
Bestellbar ist der neue RS 5 ab April zu Preisen ab 106.200 Euro (Limousine) respektive 107.850 Euro (Avant). Die Auslieferungen sollen im Sommer beginnen.

