Ruffian 40: Selfmade-Superstar

Ruffian Cars Superformance GT40 Mk1 Tuning Bodykit Carbon Motor Leistungssteigerung Getriebe Fahrwerk Felgen Bremsen Innenraum Veredelung V8 Mittelmotor US-Car Sportwagen

Komplett optimierte Replik einer Legende

Ruffian Cars-Inhaber Chris Ashton schuf mit seinem GT40 ein wahres Sportwagen-Meisterwerk. Er ist überzeugt: „Als Menschen müssen wir unsere Hände benutzen, wir wollen einfach Dinge erschaffen.“ Eine plausible These, wenngleich sein eigentlicher beruflicher Hintergrund sie etwas konterkariert. Schließlich war Chris einst Co-Gründer und Design Direktor eines großen Computerspiel-Studios. Er beschäftigte sich also nicht mit handwerklicher Arbeit, sondern schuf künstlerisch virtuelle Welten.

Seit jeher Auto-begeistert

Dennoch hegte er schon immer ein Interesse an Autos. Bereits vor Erwerb des Führerscheins schraubte er im Hinterhof an ersten Fahrzeugen. Später besaß er als erfolgreicher Software-Entwickler zahlreiche hochpreisige Sportwagen. Doch: „Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich keine Autos mehr kaufen, sondern sie selbst bauen wollte.“ Sein Erstlingswerk, mit dem er all-in ging, ein Ford Mustang, war auf Anhieb ein Volltreffer, der hohe Wellen schlug. Erstaunlich, zumal Chris sich die handwerklichen Kenntnisse für den Umbau im DIY-Style durch Einlesen sowie mit Internetvideos und Co. selbst aneignete! Der Nachfolger, mit dem der endgültige Startschuss für Ruffin Cars fiel, konnte das Niveau problemlos halten: der hier gezeigte Ford GT40, auch bekannt aus Ruffian 40.

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GT40-Replik als Basis

Wobei es natürlich kein originales Exemplar des legendären Rennwagens ist, mit dem Ford einst souverän Ferraris Le Mans-Dominanz brach. Es handelt sich um eine Replika des 1966er GT40 Mk1 aus dem Hause Superformance. Chris kaufte den Wagen als Rolling Chassis. Der Plan war eigentlich, „nur“ einen modernen V8-Motor und ein Transaxle-Getriebe einzubauen. Dann fand er jedoch weitere Merkmale, die seinem künstlerisch-ästhetischen Auge nicht gefallen wollten: Er wünschte sich breitere Räder. Und die Leuchten an Front und Heck wirkten irgendwie altbacken. „Eins führte zum anderen und ich beschloss, das Ding doch komplett umzubauen und es nach meinem Geschmack zu individualisieren.“

Selbst designter Widebody

In Sachen breiterer Räder installierte Chris Signature THREE-Schmiederäder in 11×18 und 14×19 Zoll. Wenn schon, denn schon! Die Zweiteiler kombinieren bronzefarbene Y-Speichen-Sterne mit glanzschwarzen Betten. Die Bereifung? 295/30er und 345/30er Toyo Proxes R888R. Diese Wahl kommt übrigens nicht von Ungefähr: Der Wagen feierte sein erstes Roll-out einst im Toyo Tires Treadpass der SEMA Show 2021. Absolut unverzichtbar war angesichts der wuchtigen Walzen eine Verbreiterung des GT40. Dafür wurde das Auto im Ursprungszustand gescannt und digitalisiert.


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Vom Computer in die Realität

Zusammen mit seinem Kumpel Kasim Tlibekov designte Chris die Widebody-Kotflügel und einen Frontspoiler dann zunächst am Computer. Es folgte die Erstellung von Mustern in Originalgröße per 3D-Druck und auf Basis dessen die Anfertigungen von Negativ-Formen. Anhand dieser baute Competition Carbon schließlich die endgültigen Teile – natürlich aus Carbon. Selbiges gilt für die Schweller und die Ansaughutze auf der Motorhaube. Letztere hatte Chris erst unter Verwendung klassischer Bearbeitungsverfahren aus Metall geschaffen. Das Ergebnis passte zwar perfekt, war mit elf Kilogramm aber einfach verdammt schwer. Ein weiteres Highlight: die Scheinwerfer. Da er am Markt keine passende Lösung fand, gestaltete Chris sie selbst und baute sie im 3D-Drucker. Die Projektoren und Elektronik stammen aus Harley-Davidson-Leuchten.

Kraftvolle Crate Engine

Wie angesprochen bekam der GT40 einen modernen Achtzylinder. Chris entschied sich für den als Crate Engine angebotenen, frei saugenden Ford Performance Aluminator XS-Motor. Das 5,2-Liter-Aggregat ist eng mit dem des Shelby GT350 verwand, bietet aber einige Upgrades. Die Leistung beträgt so ab Werk 588 PS und 603 Nm. Wahnsinn: Selbst die Abgaskrümmer, wunderschöne Kunstwerke, entwickelte und baute Chris im „Trial and Error“-Verfahren selbst! Sie sind ebenso bronzefarben beschichtet wie ein weiterer Eyecatcher: das U-förmige Ansaugrohr.

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Fahrwerk, Bremsen und Co. erneuert

Fahrwerksseitig zeichnet sich das Superformance-Chassis durch Bilstein-Dämpfer mit KW-Federn aus. Wilwood-Bremsen mit Sechs-Kolben-Sätteln garantieren Top-Verzögerungswerte. Die Übertragung der V8-Power auf die Straße erfolgt mittels eines Quaife-Fünfgang-Getriebes. Sein mit einem Custom-Knauf veredelter Schalthebel ist trotz Rechtslenkung GT40-typisch rechts vom Schalensitz des Fahrers angeordnet. Das wie die Mittelkonsole mit schwarzem Alcantara bezogene Gestühl wurde mit diversen großen Nieten verziert. Last but not least runden rote Speedhut-Custom-Armaturen, eine Vintage Air-Klimaanlage und ein digitaler Gentex-Kamera-Rückspiegel das Cockpit ab.

Seit der Fertigstellung des GT40 baut Chris im Namen seines Labels Ruffian Cars mit einem kleinen Team weiterhin Autos nach seinen persönlichen Vorstellungen um, die dann verkauft werden. Er ist einfach endgültig auf den Geschmack gekommen – nur zu verständlich!

www.ruffiancars.com

Fotos: Mark Riccioni

Superformance GT40 Mk1

Motor: Ford Performance Aluminator XS-5,2-Liter-V8-Ottomotor, bronzefarben beschichtete U-förmige Ruffian-Custom-Ansaugung, zwei obenliegende Nockenwellen, Hyperfuel Systems-Benzinpumpe, Ford Control Pack 2-Motorsteuerung, Abgasanlage mit bronzefarben beschichteten gleich langen 180-Grad-Abgaskrümmern samt Bypass-Ventilen und vier mittigen Endrohren

Leistung: > 432 kW / 588 PS / 603 Nm

Kraftübertragung: Quaife 5S-Fünfgang-Handschaltgetriebe (Dogleg)

Fahrwerk: Superformance GT40 Mark 1-Chassis, Bilstein-Dämpfer mit KW-Federn, KW-Front-Lift-System

Rad/Reifen: zweiteilige Signature THREE-Schmiedefelgen in 11×18 und 14×19 Zoll, Sterne in Mattbronze, Betten in Glanzschwarz, Verschraubungen in Schwarz, Zentralverschluss, Toyo Proxes R888R-Bereifung in 295/30ZR18 und 345/30ZR19

Bremsen: Wilwood-Bremsanlagen mit 6-Kolben-Sätteln auf 355-mm-Scheiben

Karosserie: Competition Carbon-Widebody-Kit, 3D-gedruckte Ruffian-Scheinwerfer mit Harley-Davidson-Projektoren, Competition Carbon-Custom-Frontspoiler, Competition Carbon-Seitenschweller, 3D-gedruckte Ruffian-Türgriffe, Competition Carbon-Custom-Motorhaubenhutze, Ruffian-Custom-Heckspoiler aus 1/8-Zoll-Aluminium-Blech, Morimoto-Rückleuchten, Lackierung in 2020er Toyota Cavalry Blue mit Zierstreifen in Bronze und Rot

Innenraum: Rechtslenkung, Sportschalensitze mit schwarzen Alcantara-Bezügen samt Zier-Nieten, rote Speedhut-Custom-Armaturen, Custom-Schaltknauf, Mittelkonsole mit schwarzem Alcantara-Bezug, Vintage Air-Klimaanlage, digitaler Gentex-Rückspiegel mit Kamera