Revival einer Motorsport-Legende
Fast drei Jahrzehnte war Gorden Wagener bei Mercedes tätig, ehe er vor wenigen Wochen auf eigenen Wunsch das Unternehmen verließ. Seit 2008 bekleidete er gar den Posten des Chefdesigners für die Marken des Stuttgarter Premiumherstellers. In dieser Zeit verantwortete er die Gestaltung zahlreicher erfolgreicher Modelle. Von der 205er C-Klasse über die W222er S-Klasse bis hin zur ersten Generation des AMG GT und vielem mehr. Obwohl nun also nicht mehr für Mercedes aktiv, sorgte er nun nochmals mit einem ganz besonderen Benz-Designentwurf für Aufsehen: einem modernen Redesign der „Roten Sau“.
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Unvergessener zweiter Platz in Spa
Wie Mercedes- und Motorsport-Fans natürlich wissen, war diese eine von AMG auf Basis des 300 SEL 6.3 der Baureihe W109 aufgebaute Rennsport-Limousine. Sie zeichnete sich unter anderem durch einen auf 6,8 Liter Hubraum vergrößerten und 428 PS starken V8, verbreiterte Kotflügel und markante Zusatzscheinwerfer aus. Zudem speckte sie deutlich an Gewicht ab. Und war eigentlich trotzdem noch zu schwer für einen Rennwagen. Beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Franchorchamps konnte das Auto im Jahr 1971 dennoch sensationell den zweiten Platz belegen und wurde damit zur Legende.

Modernisierte Optik
Sein digitales Redesign der Sau veröffentlichte Wagener nun in einem Post über die Social Media-Plattform Instagram. Zudem ist er in seinem kürzlich veröffentlichten Buch „Iconic Design“ zu sehen. Vor allem an der Front ist das Vorbild W109 klar zu erkennen – etwa dank der vertikal angeordneten Doppelscheinwerfer und des charakteristischen Kühlergrills. Zugleich fließen dabei moderne Design-Merkmale ein, die in ähnlicher Form an aktuellen Mercedes-Serienmodellen zu sehen sind, etwa die sternförmigen Lichtsignaturen. Die ebenfalls obligatorischen Zusatzleuchten sind als LED-Ringe ausgeführt. Sie finden sich nicht nur an der Front, sondern auch am Heck.

Sehr rundliches Heck
Apropos Heck: Dieses zeigt sich wie die Seiten- und Dachpartie deutlich rundlicher als beim historischen Vorbild. Damit werden fast schon entfernte Erinnerungen an eine andere Mercedes-Legende wach, den 300 SL. Zumal die als Rückleuchten fungierende, durchgehende Lichtleiste ähnlich wie bei diesem sehr tief platziert ist. Die rote Lackierung samt Startnummern und weiterer Logos sowie die fünfspeichigen Felgen halten sich unterdessen wieder sehr nah an die originale „Rote Sau“.
Natürlich ist der Wagen nur eine kleine Design-Fingerübung und hat ganz sicher keinerlei Chancen auf eine Serienfertigung. Doch schön wäre es schon – und träumen wird man ja wohl noch dürfen …


