Domanig C43 AMG Cabrio

Domanig C 43 S Cabrio (Basis Mercedes-AMG A205 C 43 4MATIC Cabrio)

Wer von AMG beziehungsweise konkreter den Affalterbacher Ablegern der Mercedes C-Klasse spricht, der meint im Regelfall die per vier Liter großem Biturbo-V8 befeuerten Topmodelle C 63 respektive C 63 S mit bis zu 510 PS. Ein regelrechtes Schattendasein fristet hingegen die darunter positionierte Modellvariante, die ebenfalls das bedeutungsschwere und beliebte Zusatzkürzel tragen darf: der AMG C 43. Die Spezialisten von Domanig könnten mit ihrem hier gezeigten Projekt auf Basis dieser Version nun dazu beitragen, den 43er ein wenig ins Rampenlicht zu rücken.

Das Cabrio bekommt im Zuge des Umbaus zahlreiche Verbesserungen in optischer wie technischer Hinsicht. Daher adelt das Team aus dem unterfränkischen Großostheim das Cabrio analog zum C 63 auch mit dem ergänzenden Buchstaben „S“ – welches es offiziell bei Mercedes bekanntlich bei dem Reihensechszylinder-AMG nicht gibt.

Fahrleistungen auf C 63-Niveau

Apropos Reihensechszylinder: Das drei Liter große und per Biturbo aufgeladene Triebwerk unter der Haube kam in den Genuss einer deutlichen Leistungssteigerung: Statt der werkseitigen 367 PS generiert es in dem Domanig C 43 S sogar 435 PS sowie ein maximales Drehmoment von 630 Nm. Damit rückt der optimierte AMG dem C 63 beträchtlich auf die Pelle, hinsichtlich der Beschleunigung und des Topspeeds bewegt er sich sogar problemlos auf Augenhöhe mit diesem: Der Sprint auf Tempo 100 soll bereits nach 3,9 Sekunden erledigt sein (C 63: 4,2 / C 63 S: 4,1). Die Höchstgeschwindigkeit ist erst bei 285 km/h erreicht und damit ebenfalls etwas besser als jene der großen Brüder – wenn diese mit dem AMG Driver’s Package ausgerüstet sind, beträgt sie bei ihnen 280 km/h. Eine Überarbeitung erhielt darüber hinaus das Fahrwerk: Domanig installierte einen Satz Gewindefedern, die mit den serienmäßigen Ride Control-Dämpfern kombiniert wurden: So rückte die Karosserie um gut drei Zentimeter näher an den Asphalt, ohne, dass die werkseitige Einstellung der verschiedenen Fahrprogramme abhanden kam.

Dezente Anbauteile und Kriegsbemalung

Passend zu seiner neuen Potenz trägt das C 63 S Cabrio ein auffälliges Erscheinungsbild: Das Fahrzeug erstrahlt in leuchtendem Weiß, wobei auch die sonst chromsilberne Leiste an der Fensterunterkante und auf dem Deckel des Verdeckkastens sowie der Diffusor in dieser Farbe ausgeführt ist. Der ebenso silberne Rand des Frontscheiben-Rahmens ist hingegen schwarz lackiert. Gleichfalls schwarz sind die Zierstreifen, die sich von der Motorhaube bis zum Kofferraumdeckel und an den Flanken erstrecken sowie die Seitenspiegelkappen und die Karosserieanbauteile: Blenden an den vorderen Luftein- und den hinteren Luftauslässen, eine Spoilerlippe und die Seitenschweller. Einige glutrote Akzente runden die auffällige Optik der Karosserie ab.

Hauseigene 20-Zöller

Zu guter Letzt stellen auch die Felgen des C 43 S echte Highlights dar. Es handelt sich um Domanig D-Forged-Räder im „ten negative spoke“-Look, die über das Format 9×20 und 11×20 Zoll verfügen. Die Pirelli-Bereifung der Dreiteiler mit Sternen in Wagenfarbe und polierten Edelstahlbetten misst 245/30 ZR20 und 295/25 ZR20. Weitaus weniger Aufsehen erregend als das Exterieur sind hingegen die Modifikationen im Innenraum des Mercedes‘: Hier versprühen lediglich das mit roter 12-Uhr-Markierung und AMG-Spange versehene Lenkrad und ein Design-Aufkleber, ähnlich wie beim „Edition 1“-Modell des Coupé-Topmodells, einen Hauch vom Ambiente des C 63 S.

Weitere Informationen unter:

Domanig Autodesign GmbH & Co. KG

Hasselstr. 2a

63762 Großostheim

Tel.: 0 60 26 / 99 44 00

Fax: 0 60 26 / 99 44 01

E-Mail: info@domanig.de

www.domanig .de

Technical Facts

Fahrzeugtyp: Domanig C 43 S Cabrio

Karosserie: Kotflügel rundum geweitet, Seitenschweller Edition 1, Frontlippe Edition1 mit glutrot lackierter Zusatzlippe, Lufteinlass-Leisten an der Frontschürze, Luftauslass-Blenden an der Heckschürze, Diffusor in Wagenfarbe, umlaufende Leiste an der Frontscheibe in Glanzschwarz, Leiste an der Fensterunterkante und auf den Deckel des Verdeckkastens in Wagenfarbe, Lackierung in Weiß, Zertierung mit Streifen und Schriftzügen

Motor: V6-Ottomotor mit Biturbo-Aufladung (M276), Leistungssteigerung

Hubraum: 2.996 ccm

Leistung: 435 PS

max. Drehmoment: 630 Nm

Vmax: 285 km/h

0-100 km/h: 3,9 Sek.

Kraftübertragung: 9-Stufen-Automatikgetriebe (9G-Tronic)

Fahrwerk: KW-Gewindefedern in Kombination mit Ride Control-Seriendämpfern, 30-35 mm Tieferlegung

Rad/Reifen: dreiteilige D-Forged „ten negative spoke“-Leichtmetallräder in 9×20 und 11×20 Zoll mit Pirelli Nero GT-Bereifung in 245/30 ZR20 und 295/25 ZR20, Sterne in Wagenfarbe, polierte Edelstahl-Außenbetten mit aufgeklebten Beschriftungen

Bremsen: Sättel in Glutrot lackiert

Innenraum: Serienlenkrad auf C 63-Optik umgebaut (rote 12-Uhr-Markierung, Lenkradspange mit AMG-Logo), Design-Aufkleber in „C 63 S Coupé Edition 1“-Optik

Text: Simon Mombartz, Fotos: Karsten Werner/www.light-artist.de