Ford Mustang GT350 Ken Block Style

GT350 in bester Ken Block-Manier

Ein wirklich außergewöhnlicher Anblick ist der Ford Mustang auf unseren Straßen mittlerweile nicht mehr. Und doch ist das hier gezeigte Exemplar, das ebenfalls in Deutschland unterwegs ist, eine wahrlich herausragende Erscheinung. Dies liegt zum einen daran, dass es sich um einen Shelby GT350 handelt, der bekanntlich anders als das EcoBoost-Modell und der GT leider nicht offiziell bei uns verkauft wird. Wie das Fahrzeug dennoch seinen Weg zu uns geschafft hat, ist in diesem Fall damit zu erklären, dass es sich im Besitz von Bryan McGhee befindet. Dieser kommt eigentlich aus Los Angeles, ist jedoch in Diensten der U.S. Army auf dem Truppenübungsplatz im oberpfälzischen Grafenwöhr stationiert.

Wohnhaft im nahe gelegenen, zur oberpfälzischen Gemeine Vorbach gehörenden Ortsteil Unterbibrach bezog Bryan seinen Mustang über die Military Auto Source in Grafenwöhr. In der Folge ließ er ihn hierzulande sukzessive individuell umbauen, wobei einige Komponenten geradewegs von Unternehmen aus den Staaten stammen.

Auffällige Folierung und 19-Zöller

So konzipierten das Team von Adler Stickerei und Druck das auffällige Design des Mustangs im Ken Block-Look, das in der Folge Xpro Design sowie Bryan höchstpersönlich umsetzten und als Folie auf den Ford auftrugen. Besonders erwähnenswert ist dabei neben den zahlreichen Sternen und Schriftzügen à la „Monster Energy“ und „Hoonigan“ die Gestaltung der Motorhaube: Hier prangt nicht nur eine große US-Flagge, darüber hinaus ist durch angedeutete Sichtfenster und Öffnungen der hypothetisch darunter befindliche, leistungsstarke Turbomotor zu sehen. Neben der Folierung unterstützen ein Frontsplitter von APR Performance, Canards und Aufsätze an den hinteren Seitenscheiben – jeweils aus Carbon produziert – ebenso die Racing-Optik wie der riesige vom britischen Unternehmen Amber Performance stammende und verstellbare Heckflügel. Die unter den Kotflügeln montierten Räder bezog Bryan direkt aus dem USA von Need 4 Speed Motorsports aus Glendale in Kalifornien. Es handelt sich um schwarze Sieben-Speichen-Felgen von 360 Forged in den Dimensionen 11×19 Zoll am Bug sowie 12×19 Zoll an der hinteren Achse. Bezogen sind sie mit Toyo-Pneus in 305/30 ZR19 und 325/30 ZR19, welche wiederum mit weißen Reifen-Decals von Tire Stickers aus dem kalifornischen Van Niys verziert sind.

Track-Paket ab Werk

In technischer Hinsicht hatte der GT350 bereits, als er aus der Werkshalle rollte, zahlreiche Merkmale, die ihn zu einem dynamischen und schnellen Sportwagen machen. Zumal er neben dem serienmäßigen 5,2-Liter-V8 und dem manuellen Sechsgang-Getriebe das optionale Track Pack besaß. Darüber, dass das Triebwerk, anders als auf der Fronthaube angedeutet, keine doppelte Turbo-Aufladung besitzt, sondern ein reiner Sauger ist, schaut man gerne wohlwollend hinweg, besitzt es doch ohne satte 533 PS. Durch einige dezente Anpassungen wie den neuen K&N-Luftfilter-Kit steigerte Bryan die Leistung zusätzlich geringfügig auf etwa 560 PS. Zudem entfernten die Jungs von Aulitzky Tuning den Resonator der Abgasanlage. Die Absenkung der Karosserie gewährleistet ein Satz Tieferlegungs-Federn aus dem Programm von Ford Performance.

Interieur gezielt modifiziert

Bleibt zuletzt ein Blick in den Innenraum des viersitzigen Sportcoupés. Es zeigt sich jedoch schnell, dass er weitestgehend unverändert ist. Einzige Ausnahme ist der neue Schaltknauf. Er stammt aus dem Programm des bereits seit 1958 existierenden und beinahe schon legendären US-amerikanischen Unternehmen Hurst. Bryan erwarb ihn bei CJ Pony Parts in Las Vegas. Dass er auf sonstige Veredlungen des Cockpits verzichtete, wird unterdessen wohl kaum jemanden stören – dürfte der Betrachter das Hauptaugenmerk doch sicherlich ohnehin auf das Äußere des GT350 legen.

Technical Facts

Ford Mustang Shelby GT350

Baujahr: 2017

Motor: 5,2-Liter-V8-Ottomotor, K&N-Luftfilter-Kit, Resonator der Abgasanlage entfernt, ca. 560 PS

Kraftübertragung: manuelles 6-Gang-Schaltgetriebe

Rad/Reifen: 360 Forged-Leichtmetallfelgen in 11×19 und 12×19 Zoll mit Toyo Proxes 888-Bereifung in 305/30 ZR19 und 325/30 ZR19 mit Reifen-Decals, geschmiedete Lug Nuts

Fahrwerk: Ford Performance-Tieferlegungsfedern mit Magnetic Ride-Technologie

Karosserie: Carbon-Frontsplitter von APR Performance, Carbon-Canards, einstellbarer Heckflügel von Amber Performance, Carbon-Cover an den hinteren Seitenscheiben, Folierung im Ken Block-Stil

Innenraum: Hurst-Schaltknauf

Sonstiges: werkseitiges Track Pack

Dank an: Gott, meine Frau Lissy und meinen Sohn Jonah, Dennis von Dennis Wanner Fotodesign für die großartigen Bilder, Military Auto Source in Grafenwöhr und alle die mich bei dem Aufbau des Projekts unterstützt haben

Text: Simon Mombartz, Fotos: Dennis Wanner Fotodesign