Der ewige Kampf: Corvette vs. Viper

Corvette C6 und Dodge Viper ACR

Corvette oder Viper? V8 oder V10? Welches Modell ist der bessere, dynamischere US-Sportwagen? Seit den 1990er Jahren spaltet diese Frage die Community sportiver US-Car-Fans. Auch die Freunde Michael Mühlemann und Devis Schwägli, beide wohnhaft im Schweizer Kanton Bern, sind in puncto des ultimativen Ami-Sportlers offenbar uneins, entschied sich der 32-jährige Michael doch für die Corvette, sein Kumpel Devis Schwägli für die Viper. Einigkeit hingegen herrschte weitgehend beim Styling der US-Boliden: Beide Muscle Cars sind in grau gehalten und mit roten bzw. gelben Streifen akzentuiert.

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Competition-Corvette

Michaels Corvette C6 stammt aus dem Baujahr 2008 und ist eines der limitierten „Competition“-Sondermodelle sowie mit der unter Sportfahrern geschätzten Handschaltung ausgerüstet. Während die Competition-Coupés, denn als Cabriolet gab es diese die in der ALMS-Championship eingesetzten Fahrzeuge erinnernde Sonderedition nicht, werksseitig allerdings allesamt in Schwarz lackiert waren, spendierte der 32-Jährige seiner C6 eine Volllackierung in Magento Grey Metallic Matt. Auf selbige brachte das Autokosmetik Studio aus Schaan, gelegen im Fürstentum Liechtenstein, die gelben Foliendekore auf, welche neben dem Styling der Motorhaube und einem umlaufenden Zierstreifen auf dem Frontsplitter und den Seitenschwellern von Veloz Designs auch die gesamte Heckpartie zum Leuchten bringen. Schwarze Full-LED-Rückleuchten und Seitenblinker fügen sich dezent in dieses Gesamtbild ein. Die Radhäuser bestückte Michael, der die meisten Umbauten in der Werkstatt der Rikli Sportgarage in Wangen an der Aare selbst durchführte und als professioneller Fotograf und Kameramann auch die hier gezeigten Fotos selbst aufnahm, mit MRR M755-Flow Forged-Felgen im C7 ZR1-Design: An der Lenkachse kommen die glanzschwarzen Fünfstern-Felgen in 9,5×18 Zoll mit 245/40er Michelin Pilot Sport-Bereifung zum Einsatz, während die Antriebsachse sogar mit 11×19-Zöllern samt 285/35er Pneus bestückt wurde. Die werksseitige Hochbeinigkeit der Corvette korrigierte Michael mittels eines VMS-Tieferlegungs-Kits. Ins Cockpit der Vette zog neben Sparco Grid Q-Schalensitzen mit einer Custom-Bestickung vom schweizer Flagcap Store auch ein Breathless Performance-Shortshifter ein.

Dem frei saugenden 6,2-Liter-V8 der C6 Competition spendierte der Schweizer einem Cold Air Intake von K&N. Bei einer Leistungsmessung drückt der LS3 so aufgerüstet immerhin 445 PS in die Rollen des Prüfstands.

ACR-Viper

Über solche Werte kann die mächtige Viper – sorry Corvette – nur überlegen lächeln. Auch ohne nachträgliche Leistungssteigerung ist ihr brutaler 8,4-Liter-V10 nochmals gut 200 PS stärker: 654 PS und 814 Nm stehen im Datenblatt. Auch in puncto „Styling“ oder gar „Aerodynamik“ ließ sich dieses Fahrzeug, praktisch nicht mehr optimieren: Bei der Viper, welche sich im Besitz von Michaels Kumpel Devis Schwägli, seines Zeichens Geschäftsführer der Tuning Garage Schwägli und Viper-Fan von Kindesbeinen an befindet, handelt es sich um ein Exemplar der ACR (American Club Racer)-Variante, welche bereits werksseitig für den Rennstreckenbetrieb aufgerüstet wurde. Dazu zählen maßgeblich ein martialischer Aerodynamik-Kit samt gewaltigem Heckflügel sowie ein verstellbares KW Competition-Fahrwerk und eine Stoptech-Hochleistungsbremsanlage. Die auf 18 und 19 Zoll durchmessenden OEM-Felgen aufgezogenen Reifen messen 295/30R18 und 345/30R19. Devis, wie Michael ebenfalls 32 Jahre alt, rüstete seinen Club Racer nachträglich lediglich roten 4-Punkt-Sicherheitsgurten aus. Übrigens: In der hier zu sehenden Farbkombination wurden nur drei Viper ACR gebaut – weltweit.

Unbeantwortet bleibt an dieser Stelle aber am Ende die Frage nach dem „besten“ US-Sportwagen. Im Fall unseres Duos: individueller und schnittiger die Corvette, martialischer und schneller sicherlich die Viper.

Fotos: Swissstills