VW Golf R von Car Solution Performance Parts

Die Gemeinde Nörvenich zwischen Düren und Köln ist wohl in erster Linie wegen ihres Militärflugplatzes beziehungsweise Fliegerhorsts bekannt. Doch ein genauerer Blick zeigt, dass es ein Fehler wäre, sie darauf zu beschränken. Schließlich hat sie weitaus mehr zu bieten. Seit einigen Wochen etwa gibt es hier für Tuning-Freunde ein neues Highlight: Vor etwa drei Monaten bezog das Team von Car Solution Performance Parts (CSPP) seinen neuen Unternehmenssitz in Nörvenich.

Gegründet haben die beiden Firmeninhaber Daniel Keller und Alexander Richrath haben CSPP jedoch bereits im Jahre 2015. Die beiden sind schon seit langem in der professionellen Tuning-Szene vertreten und selbst absolute Enthusiasten in diesem Bereich. Spezialisiert haben sie sich dabei in erster Linie auf Performance-Umbauten von Fahrzeugen jeglicher Hersteller von Abarth bis Wiesmann. Mit ihrem hier gezeigten Projektfahrzeug auf Basis des Golf R der aktuellen, siebten Modellgeneration wollen die Jungs zeigen welche Performance-Modifikationen – mit TÜV-Zulassung – machbar sind.

Semislicks und Gewichtsreduktion

Eine entscheidende Grundlage für hohe Kurvengeschwindigkeiten und somit schnelle Runden auf dem Track ist bekanntlich größtmöglicher mechanischer Grip. Um diesen zu erreichen bestückte CSPP den Golf mit speziell für Rennstreckeneinsätze ausgelegten Semislicks vom Typ Pirelli P Zero Trofeo R in den Dimensionen 235/35 ZR19. Aufgezogen sind diese auf einem Satz der OZ-„Flagschiffe“ Superforgiata. Diese verfügen über die Maße 9×19 Zoll und sind dank Schmiedebauweise extrem leicht – sie wiegen weniger als acht Kilogramm pro Stück. Diese Gewichtsreduktion ist gleich doppelt wichtig, da sie sowohl die rotierende als auch die ungefederte Masse betrifft. Eine weitere Verringerung des Fahrzeuggewichts gegenüber der Serienkomponente dürfte die Carbon-Motorhaube aus dem Hause Boca bewirken. Daneben stellt sie ein optisches Highlight des Golfs dar. Weitere Anbauteile sind die Cup-Frontspoilerlippe sowie der Cup-Diffusor von Maxton, Carbon-Canards und der Oettinger-Dachkantenspoiler. Zudem erhielt der Golf vorne wie hinten eine Karosserieverbreiterung: Am Bug geschah dies mit Hilfe von Mücke-Breitbau-Kotflügeln aus GFK, während hinten die originalen Seitenteile um etwa vier Zentimeter in Metall ausgestellt sind. Zu guter Letzt erhielt das weite Golf-Topmodell eine auffällige Design-Werbefolierung.

Groß dimensionierte Bremsanlage

Ferner bekam der Kompaktsportler in technischer Hinsicht mehrere Anpassungen, um seine Track-Performance zu verbessern: Eine Optimierung der Straßenlage und Fahrdynamik gewährleistet das Bilstein B16-Damptronic-Gewindefahrwerk. Hervorragende Verzögerungswerte garantieren unterdessen die neuen Bremsanlagen, wobei es sich im OEM-Komponenten aus dem VW-Konzern handelt: Vorne wirken Sechs-Kolben-Sättel eines Lamborghini Aventador auf gelochten 390-Millimeter-Wave-Scheiben ein. Diese stammen ebenso vom RS 5 wie die entsprechenden, 356 Millimeter durchmessenden Scheiben an der Hinterachse, die mit Vier-Kolben-Sätteln vom Audi R8 kombiniert sind. Hinzu kommt ein separater Sattel für die Feststellbremse. Der 300 PS starke Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor wurde bisher hingegen kaum angepasst. Er erhielt lediglich eine aus Kevlar produzierte Eventuri-Ansaugung, eine Friedrich Motorsport-Abgasanlage mit Klappensteuerung sowie einige kosmetische Verschönerungen in Form von Racingline-Komponenten. Ein weiterführendes, umfangreiches Upgrade ist jedoch schon für 2019 geplant.

Motorsport-Elemente auch innen

Zu guter Letzt herrscht im Interieur ebenfalls eine Racing-Atmosphäre: Hinter dem vorderen Gestühl, bei dem es sich um Recaro Sportster-Sportsitze handelt, macht sich ein orangefarbener Wiechers-Clubsport-Überrollbügel breit. Zudem kommt hier gleichfalls Carbon zum Einsatz. Dies gilt zum einen für das Lenkrad. Zum anderen sind diverse Elemente des Armaturenbretts und der Mittelkonsole mit Echtcarbon beschichtet. Abrundend verbaute CSPP Clubsport-Teppiche und Alu-Schaltpaddel zur manuellen Gangwahl des Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebes.

Fazit: Dieser Golf R aus dem Hause Car Solution Performance Parts schreit mit allen seinen Optimierungen förmlich nah dem Einsatz auf der Rennstrecke: Durch die Semislicks auf leichten OZ-Felgen, sein Gewindefahrwerk und die Hochleistungs-Bremsanlagen ist er konsequent für diesen Zweck optimiert. Schon jetzt dürfte der Wagen damit deutlich schneller auf dem Track sein als der serienmäßige Golf R – und das, obwohl die geplanten Motoranpassungen bisher nich nicht umgesetzt sind. Und auch optisch weiß der VW mit seinen Anbauteilen und der Design-Folierung zu gefallen.

 

Weitere Informationen unter:

Car Solutions Performance Parts

Gewerbepark 2

52388 Nörvenich

Tel.: 02426 / 9520925

E-Mail: info-carsolutions@web.de

www.cspp.online

 

Technical Facts

VW Golf R

Motor: Vierzylinder-Ottomotor mit Turboaufladung, Eventuri-Ansaugung aus Polyaramiden (Kevlar), diverse Abdeckungen und Gegenstände durch Racingline-Produkte ersetzt, 76-mm-Friedrich Motorsport-Abgasanlage ab Kat mit Klappensteuerung

Hubraum: 1.984 ccm

Leistung: 221 kW / 300 PS

Kraftübertragung: 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

Fahrwerk: Bilstein B16 Damptronic-Gewindefahrwerk

Rad/Reifen: OZ Superforgiata-Leichtmetallfelgen in 9×19 Zoll ET29 mit Pirelli P Zero Trofeo R-Bereifung in 235/35 ZR19

Bremsen: VA 6-Kolben-Bremsanlage mit 390-mm-Wave-Scheiben, HA 4-Kolben-Bremsanlage mit 356-mm-Wave-Scheiben, jeweils mit passendem Adapterkit, Stahlflex-Leitungen, separater Bremssattel für elektronische Feststellbremse

Karosserie: Mücke-GFK-Kotflügel vorne, Seitenwände hinten im Metall um ca. 4 cm verbreitert, Maxton-Cup-Spoilerlippe vorne, Maxton-Cup-Diffusor, Carbon Canards vorne, Oettinger-Dachkantenspoiler, Boca-Carbon-Motorhaube, Lackierung in Weiß mit Design-Teilfolierung von WS Werbestil

Innenraum: Wiechers-Clubsportbügel mit doppeltem Kreuz, Clubsport-Teppich, Recaro Sportster-Sportsitze, diverse Abdeckungen mit Echtcarbon veredelt, Carbon-Lenkrad, DSG-Paddel aus Aluminium