Heißer Vierkampf bis zum Schluss
Mit dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans stieg am vergangenen Wochenende eines der bekanntesten, ikonischsten Langstrecken-Rennen der Welt. Die mehr als 350.000 Zuschauer, die das Event-Highlight live vor Ort verfolgten, bekamen ein episches Spektakel sondergleichen zu sehen, wie es der Motorsport-Klassiker auf dem Circuit de la Sarthe schon seit Jahren nicht mehr geboten hatte. Am Ende lagen zwischen den ersten vier Fahrzeugen nur 32,381 Sekunden. Als Gesamtsieger konnte sich in dem heiß umkämpften Rennen Toyota Racing durchsetzen.
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Rang 1 und 3 gehen nach Japan
Der TR010 HYBRID mit der Startnummer 7 überquerte nach 381 gefahrenen Runden als Erster die Ziellinie. Pilotiert wurde er von Kamui Kobayashi, Mike Conway und Nyck de Vries. Abgerundet wurde das für Toyota erfolgreiche Wochenende durch den dritten Platz des zweiten Hypercars mit der Startnummer 8. Dessen Fahrer Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryō Hirakawa verpassten es nur knapp, den Doppelsieg perfekt zu machen. Sie mussten im Kampf um Platz 2 letztlich dem BMW M Hybrid V8 von Robin Frijns, René Rast und Sheldon van der Linde den Vortritt lassen und kamen mit lediglich 20,147 Sekunden Rückstand auf den Sieger ins Ziel.

Mutige Strategie als Schlüssel
Umso beeindruckender ist das Ergebnis der Japaner, als dass sie nach einer enttäuschenden Leistung in der Hyperpole noch von eher schlechten Ausgangspositionen ins Rennen gegangen waren. Von Anfang an fuhren sie jedoch eine aggressive Strategie, unter anderem mit frühen Tankstopps. So kämpften sich die beiden Fahrzeuge in die Spitzengruppe vor, nur um dann Rückschläge wie unter anderem Reifenschäden, Durchfahrtsstrafen und eine Bremsen-Reparatur zu erleiden. Doch die Teams gaben nicht auf und durch starke fahrerische Leistungen, speziell in den Morgenstunden, arbeiteten sie sich abermals zurück nach vorne.

Safety Car erhöht die Spannung
Begünstigt wurden die Spannung und der Erfolg nicht zuletzt durch eine Safety Car-Phase weniger als sechs Stunden vor Schluss. Diese rückte das Feld wieder zusammen. Drei Stunden vor der Zieldurchfahrt erlangten die beiden Toyotas dank mutiger Überholmanöver dann sogar zunächst eine Doppelführung. Diese konnte nur knapp nicht über die Zeit gebracht werden, da der TR010 HYBRID #8 in der letzten Stunde nochmals einen Reifenwechsel erforderte.
Im Folgenden ein Überblick zur Top 10 des 2026er 24-Stunden-Rennens in Le Mans:
| Position | Team | Fahrer | Rückstand |
|---|---|---|---|
| 1 | #7 Toyota | Conway, Kobayashi, De Vries | |
| 2 | #20 BMW | Rast, Frijns, S. van der Linde | +10,913 |
| 3 | #8 Toyota | Buemi, Hartley, Hirakawa | +20,417 |
| 4 | #12 Cadillac | Stevens, Nato, Deletraz | +32,381 |
| 5 | #51 Ferrari | Pier Guidi, Giovinazzi, Calado | +2:22,423 |
| 6 | #35 Alpine | Habsburg, Milesi, Felix da Costa | +2:30,205 |
| 7 | #83 AF-Corse-Ferrari | Kubica, Ye, Hanson | +2:35,573 |
| 8 | #007 Aston Martin | Tincknell, Gamble, Gunn | +2 Runden |
| 9 | #101 Cadillac | R. Taylor, J. Taylor, Albuquerque | +2 Runden |
| 10 | #36 Alpine | Gounon, Makowiecki, Martins | +2 Runden |

