Der BMW 3er gehört seit mehr als fünf Jahrzehnten zu den tragenden Säulen der Premium-Marke: 2025 wurde das 50-jährige Jubiläum des Mittelklasse-Volumenmodells gefeiert. Ebenso lange gilt der 3er als sportlicher Maßstab seines Segments: vom vergleichsweise schlanken E21 über den legendären E30, die schnittigeren E36, E46 und E9x bis hin zu den jüngeren F- und G-Baureihen. Nun tritt die achte Generation an – mit einer vollkommen neuen Designsprache, weiterentwickelten Verbrennern und dem vollelektrischen i3.

Die Gestaltung der Neuen Klasse prägt künftig beide Antriebskonzepte gleichermaßen: Konventionell angetriebene 3er-Limousine (G50) und elektrischer i3 (NA0) unterscheiden sich äußerlich lediglich in Details. Ihr langer Radstand, kurze Überhänge und eine nach hinten gerückte Fahrgastzelle sind typische BMW-Proportionen – BMW bezeichnet die neue Silhouette als „2,5-Box-Design“. Muskulös: Weit ausgestellte Radhäuser formen eine kräftige Schulterpartie, während eine markante seitliche Charakterlinie den optischen Schwerpunkt näher an die Straße rückt.
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An der Front werden Niere und Doppelscheinwerfer zu einer gemeinsamen Lichtsignatur zusammengeführt. Die M Performance-Modelle setzen mit gelben „M Yellow Lights“ einen vom Motorsport inspirierten Akzent. Horizontal ausgerichtete Rückleuchten und betonte Radhäuser verleihen dem Heck eine maskuline Breite. Für die Verbrenner stehen Räder von 18 bis 20 Zoll bereit, beim i3 reicht das Angebot von 19 bis 21 Zoll. M Sportpaket und M Sportpaket Pro verschärfen auf Wunsch den Auftritt. Zu den neuen Farben gehört M Le Castellet Blau metallic; weitere Individual-Lackierungen folgen 2027.

Auch im Innenraum vollzieht der 3er einen deutlichen Wandel: Eine reduzierte Formensprache und von den Türen in die Instrumententafel übergehende Linien sollen die Passagiere umschließen. Im Mittelpunkt des – wie seit den 3er-Anfangstagen fahrerorientierten – Cockpits steht das Panoramic iDrive. Seine Panoramic Vision projiziert Informationen an den unteren Rand der Windschutzscheibe, ergänzt durch ein optionales 3D-Head-up-Display und einen zum Fahrer ausgerichteten, 17,9 Zoll großen Zentralbildschirm. Gewöhnungsbedürftig: Das neue Multifunktionslenkrad besitzt eine mittlere Speiche im oberen Bereich. Alternativ sind M- und Individual-Lenkräder erhältlich. Bedient wird über Touchflächen, Tasten und natürlich KI-unterstützte Spracheingabe. Bereits die Seriensitze bieten elektrische Verstellung und eine Memory-Funktion. Multifunktionssitze, M Sportsitze, beheizbare Fondsitze sowie Harman-Kardon-Soundsysteme erweitern die Auswahl. Vier abgestimmte Interieurdesigns stehen bereit.

Die „Elektrifizierung light“ erfasst sämtliche angekündigten Benziner: 48-Volt-Mild-Hybrid-Technik und Achtgang-Steptronic sind durchgehend an Bord. Den Einstieg bildet der 318 mit einem 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder, 156 PS und 250 Nm. Der ebenfalls zwei Liter große 320 liefert 211 PS und 330 Nm. Für den Sprint auf 100 km/h benötigen sie 9,5 beziehungsweise 7,4 Sekunden, ihre Höchstgeschwindigkeiten betragen 215 und 240 km/h. Das sportliche Aushängeschild bleibt erfreulicherweise ein Reihensechszylinder. Im M350 xDrive mobilisiert der 3,0-Liter-Turbo gemeinsam mit der elektrischen Unterstützung 443 PS und 580 Nm. Tempo 100 ist nach 4,1 Sekunden erreicht, bei 250 km/h wird abgeregelt. Das adaptive M Fahrwerk ist serienmäßig. Besonders interessant: Mit dem „Drift Moment“ lässt sich die Antriebskraft vollständig auf die Hinterräder verlagern. Die übrigen Verbrenner können optional mit adaptivem Fahrwerk oder adaptivem M Fahrwerk ausgestattet werden.

Zum Start gibt es den i3 mit zwei Elektromotoren und Allradantrieb: als 40 xDrive mit 374 PS, 520 Nm und bis zu 710 Kilometern WLTP-Reichweite sowie als 50 xDrive mit 469 PS, 645 Nm und bis zu 912 Kilometern. Ihre Batterien speichern 82,8 beziehungsweise 108,7 kWh. Die 800-Volt-Technik ermöglicht DC-Ladeleistungen bis 300 beziehungsweise 400 kW; beide beherrschen bidirektionales Laden. Im i3 bündelt der „Heart of Joy“-Computer Antriebs- und Fahrdynamikfunktionen. Für 2027 folgen der i3 M60 xDrive und ein 3er mit Plug-in-Hybridantrieb. Diesel fehlen dagegen im vorgestellten Programm. Gerade beim 3er ist das ausgesprochen bedauerlich: Die beliebten Selbstzünder verbanden kräftigen Durchzug, hohe Effizienz und große Reichweiten zu einem überzeugenden Gesamtpaket für Vielfahrer. Ihr Fehlen hinterlässt trotz aller technischen Fortschritte eine empfindliche Lücke.
Ergänzend zu den Limousinen werden weitere Varianten der neuen Plattform, beispielsweise Touring- und auch M-Modelle, sicherlich zeitnah folgen.

