Civic Type R: Hot Wheels Legend

Honda Civic Type R

Honda Civic Type R

Mal ehrlich: Wir alle haben doch in unserer Kindheit mit Autos gespielt. Mit jenen kleinen Spielzeugautos, die so perfekt in eine Kinderhand passen. Von Matchbox, Siku, Majorette – oder natürlich Hot Wheels. Letztere Marke veranstaltet seit einigen Jahren alljährlich die „Hot Wheels Legends Tour“ in diversen Ländern. Aus der deutschen Finalrunde, welche in Kombination eines Online-Votings und eines Community-Voting auf den PS Days in Hannover ausgetragen wurde, ging der hier abgebildete Honda Civic Type R EP3 von „Mr. WAN_TAN“ als Sieger hervor.

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Das Type R ist ein echtes Langzeitprojekt: Mr. WAN_TAN, der mit bürgerlichem Namen Heiko heißt und in Saarlouis lebt, kaufte den Nippon-Hot Hatch schon im Jahr 2005 als damals 18-Jähriger in serienmäßigem Zustand. Knapp 20 Jahre später geht der damalige Fahranfänger zwar auf die 40 zu und ist längst Familienvater, die Leidenschaft für seinen Honda aber schmälert das keineswegs. Nachdem der Type R zunächst jahrelang als in der Hauptsache optisch auf Motorsport getrimmtes Showcar unterwegs gewesen war, evolutionierte Mr. WAN_TAN den EP3 in der jüngeren Vergangenheit zum waschechten Tracktool.

Manga-Styling für den Japan-Hot Hatch

Optisch zieht der Honda die Blick dabei jedoch zuallererst mit seinem Manga-Style-Foliendesign an, welches von 7Lichter Design kreiert und von MF Performance aufgebracht wurde. Die Front- und Heckstoßstangen stammen von Buddy Club, während die Carbon-Motorhaube und das für reichlich Downforce sorgende Heckleitwerk das Seibon-Logo tragen.

In den Kotflügeln rotieren Rad/Reifen-Kombinationen, die ein geringes Gewicht und reichlich Grip miteinander vereinen: Die Motec MCR-1 Nitro-Felgen bringen in der verbauten Größe 7,5×17 Zoll jeweils nur rund acht kg auf die Waage, was die rotierenden und ungefederten Massen reduziert. Die aufgezogenen Federal 595 RS-Semislicks in 215/45R17 kleben am Asphalt wie alter Kaugummi. Maßgeblichen Anteil hieran hat auch das D2 Racing-Gewindefahrwerk, in dessen Peripherie Skunk2-Querlenker arbeiten. Eine Wiecher-Domstrebe sowie ein Harness Bar und C-Säulen-Streben von Tegiwa optimieren die Steifigkeit und damit die Fahrpräzision.

398 Kompressor-PS

Der K20A2-VTEC-Vierzylinder ist bereits serienmäßig ein absoluter Sportmotor: untenrum ziemlich schlapp, bläst er dank i-VTEC dafür in höchsten Drehzahlbereichen jenseits von 6.000 Touren bissig zur Attacke. Mr. WAN_TAN allerdings trieb dem Honda-Motor seine Lethargie im Drehzahlkeller mittels der Installation eines Rotex-Kompressorsystems aus: Mit mechanischer Aufladung entwickelt der K20 seine Leistung nun deutlich linearer – und natürlich auch weitaus mehr davon. Dazu gab es die Kombination aus Ansaugbrücke und Drosselklappe von Skunk2. Hybrid Racing-Komponenten zeichnen für die Kraftstoffversorgung verantwortlich. Via eines Tegiwa-Fächerkrümmers und eines 200-Zellen-HJS-Kats wurde eine Invidia N1-Abgasanlage angebunden. Bei Programmierung eines entsprechenden Track-Mappings für den Einsatz auf der Rennstrecke ist diese Hardware für 398 PS gut, was ziemlich genau einer Verdoppelung der Serienleistung entspricht. Für den Einsatz im Straßenverkehr gibt es ein gezähmtes 200-PS-Mapping. Gut also, dass Mr. WAN_TAN auch die Bremsanlage aufrüstete: An der Vorderachse verbeißen sich auf Anforderung kräftige D2 Racing-Bremssättel mit jeweils acht Kolben in geschlitzten 330-mm-Scheiben.

Auf den Racing-Einsatz ist auch das Cockpit zugeschnitten: Das tief geschüsselte QSP-Lenkrad ist mittels Snap Off-Nabe abnehmbar, was den Einstieg durch den Wiechers-Überollkäfig in die Sparco-Schalensitze erleichtert. Die Tür- und Seitenverkleidungen bestehen großflächig aus Carbon, das gesamte Armaturenbrett wurde mit Alcantara bezogen. Über dem Hybrid Racing-Shifter sitzen diverse Zusatzinstrumente.

Zu Ende ist das Hot Wheels-Abenteuer für Mr. WAN_TAN und seinen Civic noch nicht: Als nächstes tritt er im Europa-Finale gegen die nationalen Gewinner anderer Länder an. Und sollte er sich auch hier behaupten, ginge es ins große internationale Finale im Oktober in den USA. Und wenn auch dort alles gut läuft, dann käme der Civic vielleicht sogar 1:64 Die-Cast-Hot Wheels-Modell weltweit in den Handel – und damit in die eingangs erwähnten Kinderhände.

Technical Facts

Honda Civic Type R EP3

Baujahr: 2002

Karosserie: BuddyClub-Frontstoßstange, BuddyClub-Heckstoßstange, Seibon-Carbon-Motorhaube, Seibon-Carbon-Heckspoiler, Folierung von 7Lichter Design / MF Performance

Motor: 2,0-Liter-Vierzylindermotor K20A2, Rotrex-Kompressor, Skunk2-Ansaugbrücke, Skunk2-Drosselklappe, Hybrid Racing-Einspritzleiste, Hybrid Racing-Fuel Rail und -Benzindruckregler. Tegiwa-Fächerkrümmer, 200-Zellen-HJS-Kat, Invidia N1-Abgasanlage, Liteblox-Leichtbau-Batterie, 398 PS (Rennstrecken-Mapping) / 200 PS (Straßenverkehr)

Kraftübertragung: 6-Gang-Schaltgetriebe, Hybrid Racing-Shifter

Fahrwerk: D2 Racing-Gewindefahrwerk, Wiecher-Domstrebe vorn, Tegiwa-Harness Bar und -Strebe für die C-Säulen, Skunk2-Querlenker

Rad/Reifen: Motec MCR-1 Nitro-Felgen in 7,5×17 Zoll, Federal 595 RS-Semislicks in 215/45R17

Bremsen: VA D2 Racing-Bremsanlage mit 8-Kolben-Sätteln und 330-mm-Scheiben

Innenraum: Wiechers-Überrollkäfig, QSP-Motorsport-Lenkrad mit Snap-Off, Sparco-Schalensitze, Tür- und Seitenverkleidungen aus Carbon, Armaturenbrett mit Alcantara bezogen, diverse Zusatzinstrumente (Lambda, Ladedruck, Öltemperatur, Öldruck etc.)