V8-Ikone neu geladen
1964 brachte Ford mit dem Mustang bekanntlich ein neues Sportwagen-Modell an den Start, das sich aus dem Stand zum Bestseller entwickelte. Es wurde sogar zum Namensgeber seiner Fahrzeugklasse, der Pony Cars. Natürlich wollte Chevrolet ein Teil des Kuchens abhaben. So schickte GM etwa zweieinhalb Jahre später den Camaro als direkten Konkurrenten ins Rennen. Dieser entwickelte sich schnell selbst zur Legende. Bis heute sind Exemplare der ersten Modellgeneration äußerst beliebt.
Nicht selten kommen sie dabei in den Genuss von mehr oder weniger umfangreichen Optimierungen und Individualisierung. Gerne werden im Zuge dessen auch gleich modernisierende Restomod-Upgrades umgesetzt. So wie im Falle des hier gezeigten Coupés vom Baujahr 1969. Es stand Ende 2025 über die Auktionsplattform Bring a Trailer zum Verkauf.
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Die neue Ausgabe 2/26 ist bereits über Tuning-Couture vorbestellbar. Im Zeitschriftenhandel ist sie ab Donnerstag, 5. März 2026, erhältlich.
Silbrig glänzende Leichtmetallfelgen
Das Exterieur verblieb optisch relativ originalgetreu. Carbon oder wilde Anbauteile sucht man hier beispielsweise vergebens. So sind zweifellos die neuen Räder die größten Eyecatcher des Chevys. Es handelt sich um hochglänzende US Mag-Felgen – in einer wirklich außergewöhnlichen Kombination. Während hinten fette 20-Zöller montiert wurden, sind sie vorne gleich drei Nummern kleiner, also in nur 17 Zoll installiert. Die Bereifungen sind mit einem roten Zierstreifen akzentuiert.
Durch die Speichen blitzen die gelochten sowie geschlitzten Scheiben und roten Sättel einer Wilwood-Bremsanlage hindurch. Weitere Details an der in Crystal Ice Gray lackierten Karosse sind unter anderem die Motorhaube mit Powerdome, neue Türgriffe, angedeutete Kiemen vor der Hinterachse und die Spoilerlippe auf dem Heck.

Technik komplett modernisiert
Ebenfalls auffällig ist die geduckte Haltung des Camaros. Dies ist einem weitreichend aktualisierten Unterbau zu verdanken. So verfügt das Coupé etwa vorne über röhrenförmige Querlenker und hinten Vierlenker-Aufhängung. Auch die Hinterachse selbst und die Ridetech-Federbeine sind neu. Der Blick unter die Fronthaube offenbart ein weiteres Highlight: Für den Antrieb sorgt ein kraftvoller 6,2-Liter-LS3-V8. Er ist noch dazu mit einigen Upgrades aufgewertet wie einem Custom-Aluminium-Ansaugkrümmer sowie Kraftstoffleisten und einer Ölwanne von Holley. Die 3-Zoll-Abgasanlage mündet in Flowmaster-Endschalldämpfern. Auf die Straße übertragen wird die Power mittels einer Viergang-Automatik vom Typ 4L70E.

Leuchtend rotes Interieur
Im Gegensatz zum Exterieur präsentiert sich der Innenraum nicht nur sehr umfangreich verändert, sprich gänzlich neu eingerichtet. Zudem zeigt er sich komplett in einem extrem auffälligen Rot, das sicher nicht jedermanns Sache ist. Hinter einem Billet Specialties-Lenkrad sitzen Dakota Digital-Rundinstrumente und direkt daneben die Bedienelemente einer Vintage Air-Klimaanlage. Fahrer und Co-Pilot nehmen in Sportsitzen mit integrierten Kopfstützen Platz. Details wie elektrische Fensterheber, eine Viper-Alarmanlage und ein modernes Hifi-Soundsystem runden das Interieur ab. Letzteres setzt sich aus einer Kenwood-Stereo-Headunit, Blam-Lautsprechern sowie einem Verstärker und einem Subwoofer von Helix zusammen.

