Liberty Walk: F40 mit LB-Works Widebody

Liberty Walk LB-Works Tuning Ferrari F40 Widebody-Karosseriekit Felgen Airride Luftfahrwerk Innenraum-Veredelung Mittelmotor Supersportwagen

Der Unantastbare ist entweiht

Seit Jahren polarisiert Liberty Walk mit seinen Widebodys. Nun habe sich die Japaner ein Meisterwerk aus Maranello vorgenommen, das in den 80er Jahren eines der ersten wahren Hypercars war: der F40. Noch dazu ist er extrem selten – insgesamt entstanden nur 1.315 Exemplare – und dementsprechend wertvoll und begehrt. Daher waren alle Ferrari-Fans und Petrolheads lange der Überzeugung, dass es ihm niemals zwecks eines Widebody-Umbaus ans Blech gehen würde. Oder eigentlich besser gesagt „ans Carbon“. Schließlich ist die von Pininfarina gestaltete Karosserie aus diesem Material gefertigt. Das soll sich mal jemand wagen, ein Heiligtum wie den F40 zu zerschneiden!

Doch da wurde die Rechnung ohne Kato-san und sein Team von Liberty Walk gemacht. 1993 gegründet hat sich das Unternehmen in den letzten zehn bis zwölf Jahren einen einzigartigen Ruf erarbeitet. So ist es nicht nur in seiner Heimat die größte und beliebteste Tuning-Marke überhaupt. Darüber hinaus ist es natürlich auch international bekannt und renommiert.


 

Viele weitere spektakuläre Geschichten aus der Welt des professionellen Tunings bietet stets auch unser gedrucktes Eurotuner-Magazin.

 

Die brandneue Ausgabe 6-23 ist ab sofort in unserem Onlineshop Tuning-Couture vorbestellbar. 

 


Experte in Sachen Ferrari-Breitbau

Schon über die letzten Jahre hinweg konzipierte Liberty Walk für eine ganze Reihe an Ferrari-Modellen ebenso spektakuläre wie polarisierende Breitbau-Kits: vom 308 GTB über 348, 512 TR und F335 bis hin zu 360 Modena, F430 sowie 458 Italia respektive 488 GTB. Da war der Weg zum F40 letztlich der naheliegende nächste Schritt, der sicherlich schon lange auf Kato-sans Wunschliste stand.

Bei der Vorstellung auf dem Toyko Auto Salon erklärte er, der Wagen verkörpere genau das, was er sich wünsche: Japan als Ort, wo jeder ohne Angst vor Verurteilung sich selbst in seinem Auto ausdrücken und mit diesem machen kann, was er möchte. Ganz gleich wie teuer ein Fahrzeug ist oder als wie unantastbar es angesehen wird. Im kommenden Jahr würde gar ein noch kostspieligeres Modell einen Liberty Walk-Kit bekommen.

Widebody im LM-Stil

Doch während wir uns nun im Hinterkopf schon überlegen können, was da wohl als Nächstes kommen könnte, bleiben wir zunächst noch beim F40 mit LB-Works-Kit: Die gesamte Schnauze wurde quasi eins zu eins ersetzt und das neue Teil ist deutlich breiter geraten als das originale. Es weist nicht nur einen weit vorgeschobenen Splitter sowie seitliche Canards auf. Darüber hinaus haben die charakteristischen Klappscheinwerfer ausgedient. Stattdessen gibt es feststehend bündig integrierte Leuchten wie beim F40 LM-Rennwagen. An diesen erinnern zweifellos auch der große mittige Luftauslass auf der Front sowie am Heck der riesige Carbon-Flügel und der Diffusor.

Abgerundet wird der Bodykit durch die LB-typischen, aufgesetzten Kotflügel-Verbreiterungen an der Hinterachs, für deren Installation die Seitenteile ausgeschnitten werden mussten, und neue, gleichfalls breitere Seitenschweller. Während der F40 ursprünglich natürlich mit roter Lackierung sein Leben startete, erhielt er für seinen großen Messe-Auftritt eine Folierung in Weiß mit Zahlreichen Sponsoren-Schriftzügen sowie roten Punkten auf den Türen, sodass an den Flanken eine japanische Flagge resultiert.

Liberty Walk LB-Works Tuning Ferrari F40 Widebody-Karosseriekit Felgen Airride Luftfahrwerk Innenraum-Veredelung Mittelmotor Supersportwagen

Breite Räder, standfeste Bremsen

Um die vergrößerten Radkästen angemessen auszufüllen, installierte Liberty Walk an den Achsen von AME Wheels stammende 18-Zäller mit Zentralverschluss und glanzschwarzem Finish. Die zugehörigen Toyo Proxes R888R-Reifen messen vorne 255/35 ZR18 und 335/30 ZR18. Dank des verbauten, höhenverstellbaren Roberuta-Airrides sind diese Kombinationen perfekt in ihren Behausungen ausgerichtet und das offene Sechs-Speichen-Design gewährt einen guten Blick auf die standfesten Brembo-Bremsanlagen mit geschlitzten Scheiben.

Sparco-Umgrade fürs Interieur

Der Blick in den Innenraum zeigt zu guter Letzt, dass dieser grundsätzlich serienmäßig noch recht serienmäßig wirkt. Dennoch gab es einige Anpassungen. So verzurren sich die Insassen nun mit roten Vier-Punkt-Gurten in Sparco-Carbon-Schalensitzen. Diese Komponenten stammen ebenso wie das sowohl oben aus auch unten abgeflachte Motorsport-Lenkrad aus dem Portfolio von Sparco. Abrundend erstreckt sich hinter den Sitzen ein roter Überrollbügel.

Weitere Informationen unter:

www.libertywalk.co.jp

Fotos: Larry Chen

Ferrari F40

Motor: 2,9-Liter-V8-Ottomotor mit Biturbo-Aufladung

Leistung: 352 kW / 478 PS / 577 Nm

Kraftübertragung: Fünfgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk: höhenverstellbares Roberuta-Airride

Rad/Reifen: AME Wheels-Leichtmetallfelgen in 18 Zoll mit Zentralverschluss, Finish in Glanzschwarz, Toyo Proxes R888R-Bereifung in 255/35 ZR18 und 335/30 ZR18

Bremsen: Brembo-Bremsanlagen mit geschlitzten Scheiben

Karosserie: LB-Works-Widebody-Karosseriekit bestehend aus Breitbau-Front mit Splitter, Scheinwerferabdeckungen und seitlichen Canards sowie Seitenschwellern, Karosserie-Verbreiterungen hinten, Carbon-Heckflügel und Heckdiffusor, bündig integrierte Scheinwerfer und Klarglas-Abdeckung wie beim F40 LM, Folierung in Weiß mit roten Kreisen auf den Seiten und diversen Schriftzügen

Innenraum: oben und unten abgeflachtes Sparco-Rennlenkrad, Sparco-Carbon-Schalensitze mit roten Bezügen, rote Sparco-4-Punkt-Gurte, roter Überrollbügel