Gigantoraptor: Der Einzige seiner Art

Ford F-150 Raptor 6Wheeler von AK Custo

Ford F-150 Raptor 6Wheeler von AK Customs

Ein normaler Full-Size-Pick-up ist euch noch nicht groß und extrem genug? Dann wäre vielleicht ein spektakulärer Dreiachser genau das Richtige? In Europa ist uns ein solcher insbesondere durch den zwischen 2014 und 2016 in Kleinserie gebauten Mercedes G 63 AMG 6×6 bekannt. Nochmals gigantischer und nebenbei durchaus auch leistungsstärker wird es beim Blick in die USA, denn natürlich sind die Amerikaner verrückt genug, Trucks wie dem F-150, dem Silverado oder dem Ram eine dritte Achse zu verpassen – allen voran die texanischen Jungs von Hennessey. Deren sechsrädriger Velociraptor erregte auch die Aufmerksamkeit des Autohaus Köhler in Potsdam.

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Das Team hätte liebend gerne eines der US-Monster nach Deutschland geholt und war drauf und dran, diesen Plan in die Tat umzusetzen. Sogar der Kontakt zu Hennessey war bereits geknüpft. Dann kam jedoch die große Ernüchterung: Zuvor wurde bei verschiedenen Zulassungs- und TÜV-Organisationen angefragt, ob eine Straßenzulassung in Deutschland möglich wäre und die Antwort war überall die gleiche: „Nein, der wird bei uns auf keinen Fall zugelassen“. Und trotzdem sehen wir auf diesen Seiten ganz offensichtlich einen im Namen des Tuninglabels der Potsdamer AK Customs aufgebauten Sixwheeler inklusive Kennzeichen an Front und Heck.

Kooperation mit DEKRA

Dies liegt daran, dass das AK Customs-Team sich nach der anfänglichen Enttäuschung nicht so schnell geschlagen geben wollte, sondern vielmehr beschloss, sich einfach einen eigenen F-150 Raptor mit drei Achsen zu bauen. Das Wörtchen „einfach“ ist dabei natürlich maßlos untertrieben, denn der Umbau war sicherlich vieles, aber nicht sonderlich einfach. Die Grundlage bildeten zwei Raptor-Exemplare: Von einem Neuwagen wurde das Heck hinter der Hinterachse abgetrennt, von einem wurde die hintere Achse samt des Hecks hinzugenommen und beide Teile aneinandergefügt. Mit der reinen Vereinigung war es dann natürlich noch nicht getan, denn vielmehr folgten umfangreiche Abstimmungsarbeiten, damit das Fahrzeug auch problemlos fahrbar ist. Die neue dritte Achse etwa ist so modifiziert, dass sie nur mitläuft. Um letztlich eine offizielle Zulassung bekommen zu können, begleitete die DEKRA das Projekt von Anfang an. Für deren Segen musste der Ford auch diverse Prüfungen wie Höchstgeschwindigkeits-Fahrten und den Elchtest erfolgreich bestehen. Dies schaffte der AK Customs-6Wheeler mit Bravour, sodass er nun wohl zweifellos der einzige dreiachsige US-Truck mit Straßenzulassung in Deutschland ist.

Angepasste Karosserie

Selbstverständlich brachte der Umbau des Pick-ups zwangsläufig eine deutliche Verlängerung mit sich und dementsprechend mussten mehrere Bauteile der Karosserie angepasst beziehungsweise vielmehr neu angefertigt werden. So sind die hinteren Seitenteile der Ladefläche samt Radläufen in Einzelanfertigung komplett neu aus Carbon produziert. Und auch die Retrax XR-Ladechlachen-Andeckung besitzt natürlich eine Sonderlänge. Nach Fertigstellung der Karosseriearbeiten wurde sie einheitlich in Schwarz lackiert, inklusive zuvor anders gefärbter Elemente wie des Kühlergrills und der Radlaufverbreiterungen. Zu sehen ist davon aktuell jedoch nichts mehr, denn anschließen trugen die Spezialisten von Folien-FX.de eine Digitaldruck-Vollfolierung mit auffälligen Design nach Vorlage von AK Customs auf.

Felgen- und Fahrwerksupgrade

Für einen noch martialischeren Look und, damit der Wagen offroad noch unaufhaltsamer wird, erhielt er ferner einen AK Customs-Bodylift um vier Zoll sprich umgerechnet gut zehn Zentimeter. Den Bodenkontakt stellen grobstolligen All-Terrain-Bereifungen vom Typ Radar Renegade R/T+ her, die in 35×12,50R20 auf KMC Rockstar II-Felgen aufgezogen sind – gleich siebenmal, denn der Raptor besitzt noch ein vollwertiges Reserverad. Dessen Halterung über der Ladefläche ist ebenso umfangreich mit LED-Bars beleuchtet wie der Laderaum an sich und in der Frontschürze sowie auf dem AK Customs-Überrollbügel sitzen weitere zusätzliche LED-Lichtleisten. Last but not least braucht ein solches Pick-up Monstrum – wenngleich hier bekanntlich nur ein Biturbo-V6 und kein Achtzylinder unter der Haube haust – natürlich einen brachialen Sound. Diesen ermöglich die neu verbaute AK Customs-Klappenabgasanlage samt elektronischer Steuerung. Selbstverständlich hat ein solch aufwändig umgebautes Fahrzeug seinen Preis: Sollte er künftig einmal verkauft werden, ruft das Autohaus Köhler für den AK Customs F-150 Raptor 6Wheeler 250.000 Euro auf.

Weitere Informationen bei:

AK Customs

Autohaus Köhler
Rückertstr. 23

14469 Potsdam

Tel.: 0331 / 619 021 20

Fax: 0331 / 619 021 69

E-Mail: kontakt@ak-customs.de / info@autokoehler.eu

www.ak-customs.de

www.autokoehler.eu

Technical Facts

Ford F-150 Raptor 6Wheeler

Motor: 3,5-Liter-EcoBoost-V6-Ottomotor mit Biturbo-Aufladung, AK Customs-Klappenabgasanlage mit elektronischer Steuerung

Kraftübertragung: Zehnstufen-Automatikgetriebe

Fahrwerk: 4-Zoll-Bodylift von AK Customs

Rad/Reifen: KMC Rockstar II-Leichtmetallfelgen in 20 Zoll, Finish in Mattschwarz, Offroad-Bereifung Radar Renegade R/T+ in 35×12,50R20, vollwertiges Reserverad

Karosserie: hintere Karosserie-Seitenteile der Ladefläche aus Carbon nachgebaut (Einzelanfertigungen), sechs LED-Leuchten (zweifarbig zuschaltbar) in den Stoßfänger integriert, einzelangefertigter AK Customs-Überrollbügel mit integriertem 50-Zoll-LED-Leuchtleiste, Reserverad-Halterung über der Ladefläche mit vier 22-Zoll-LED-Leuchtleisten und zwei integrierten 40-Zoll-Curved Super Slim LED-Bars, 40-Zoll-Super Slim LED-Bar zur Ladeflächen-Beleuchtung, Retrax XR-Ladeflächenabdeckung in Sonderlänge, sämtliche Anbauteile wie Kühlergrill, Radlaufverbreiterungen etc. in Wagenfarbe (Schwarz) lackiert, Digitaldruck-Vollfolierung von Folien-FX.de nach Vorlage

Sonstiges: 6Wheeler aus zwei F-150 Raptor-Fahrzeugen zusammengesetzt, angesetzte dritte Achse läuft nur mit

Fotos: Photo Melzi, AK Customs