Acura NSX LB Works

Acura NSX von LB WORKS – Widebody-Monster from Canada

Wer bei Messen Aufsehen erregen will, der braucht etwas ganz Besonderes. Dies gilt schon hierzulande auf der Essen Motor Show oder der Tuning World Bodensee und umso mehr noch auf der SEMA Show in Las Vegas, also im Land der unbegrenzten (Tuning-)Möglichkeiten. Ein echter Star auf der diesjährigen Auflage des größten Tuning-Spektakels weltweit, der alle nötigen Kriterien für einen glamourösen Auftritt erfüllt, ist der auf diesen Seiten gezeigte NSX. Er ist insbesondere durch seinen Breitbau-Bodykit als dem Hause LB WORKS zum erstklassigen Eyecatcher avanciert.

Besitzer des japanischen Supersportlers ist J.J. Dubec, der also Doktor der Medizin seinen Lebensunterhalt in erster Linie als Arzt mit eigenen Klinken verdient. Nichtsdestotrotz hat er für das Tuning-Virus, von dem er selbst befallen ist, bisher keine Behandlungsmethode gefunden und beweist damit, dass vor der Begeisterung für schöne, schnelle Autos und selbst extreme Modifikationen dieser wirklich Nichts und Niemand sicher ist. Wohnhaft ist der Kanadier im an der Westküste des Landes gelegenen Vancouver. Dementsprechend firmiert sein Exemplar des japanischen Supersportlers nicht, wie in den meisten Teilen der Welt, unter dem Namen Honda, sondern unter dem hauptsächlich in Nordamerika genutzten Premium-Markenlabel Acura.

Mächtig breit dank Widebody

Hauptgrund für die martialische Optik des Coupés ist, wie bereits angesprochen, einer der aktuell äußerst angesagten Bodykits aus dem Hause Liberty Walk. Er lässt den ohnehin schon ab Werk satte 1,93 Meter breiten NSX in dieser Dimension nochmals deutlich anwachsen, was selbstverständlich den charakteristischen aufgesetzten und sichtbar verschraubten Kotflügelverbreiterungen zuzuschreiben ist. Darüber hinaus umfasst der Kit einen Frontsplitter, unter den Seitenschwellern montierte Schwerter sowie einen voluminösen Diffusor-Ansatz für das Heck des Acuras. Mit ihrer teilweise dunklen Farbgebung setzen sich die Komponenten dabei stimmig von der im Übrigen weiß lackierten Karosserie ab. Ergänzend verstärkt eine schwarze Lackierung von Teilen der Schürzen den sportlich-aggressiven Look, indem sie beispielsweise die hinteren Luftauslässe optisch nochmals größer wirken lässt. Das absolute Highlight ist jedoch zweifelsohne der riesige Carbon-Heckflügel, der um eine kleine Spoilerlippe aus selbigem Material ergänzt ist.

Savini-20-Zöller als Sahnehäubchen

Die Radkästen des NSX dürften schon im Serienzustand alles andere als klein bemessen sein, durch die ausladenden LB WORKS-Verbreiterungen bieten sie demzufolge endgültig scheinbar unerschöpflichen Platz, der gefüllt werden möchte: Diese Aufgabe bewältigt ein Satz dreiteiliger Savini SV67-Schmiedefelgen mit fünf geschwungenen Y-Speichen bravourös. Farblich präsentieren sich dieser in klassischem Silber, wobei die Sterne heller sind als die Betten, die zudem eine gebürstete Optik aufweisen. Bezogen sind die 20-Zöller mit Nitto-Pneus in 245/30 ZR20 sowie 305/30 ZR20. Dass zwischen der Rad/Reifen-Kombination und den Radlaufkanten im Stand nur wenige Millimeter Platz bleibt und der NSX einen beeindruckenden Stance aufweist, ist selbstverständlich auf ein Airride zurückzuführen. Es verfügt unter anderem über Nova Damper-Luftfederbeine und zwei Viair-Kompressoren. Letztere nehmen gemeinsam mit dem schwarz lackierte Tank den kleinen Kofferraum hinter dem Mittelmotor gänzlich in Anspruch. Gesteuert wird das Custom-Luftfahrwerk über ein Airlift Performance-3H-Managementsystem.

Es bleibt bei 381 PS

Abgesehen von dem Airride blieb die Technik des Hybrid-Sportlers weitestgehend umangetastet. Die Antriebseinheit, die neben einem 3,5 Liter großen und 507 PS starken V6 mit Turboaufladung gleich drei Elektromotoren umfasst, generiert somit, wie gehabt, eine maximale Systemleistung von satten 581 PS sowie bis zu 646 Nm, die mittels Allradantrieb und eines Neungang-Doppelkupplungsgetriebes auf die Straße übertragen werden. Das genügt für Geschwindigkeiten jenseits der 300 km/h und, um den Acura in knapp drei Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen. Doch J.J. ist in seinem NSX nicht nur bei Bedarf verdammt schnell unterwegs: Ergänzend sorgt eine von Armytrix stammende Catback-Abgasanlage aus Titan samt zugehöriger Downpipes jederzeit für eine lautstarke Akustik. Weitaus weniger spektakulär ist wiederum der Blick ins Cockpit. Hier verzichtete der Kanadier quasi komplett auf Modifikationen, jedoch lassen sich der werkseitigen Innenausstattung, die teilweise in leuchtendem Rot erstrahlt, gewisse Hingucker-Qualitäten nicht absprechen. Aber dies war ja bei einem solch auffälligen Showcar auch nicht anders zu erwarten.

Fazit:

Wenn sich Liberty Walk an die Konzeption eines Widebody-Kits macht, ist eigentlich schon vorprogrammiert, dass das Ergebnis spektakulär wird. Umso mehr gilt dies, wenn es sich bei dem Basisfahrzeug bereits um einen reinrassigen Mittelmotor-Sportwagen handelt. Dies beweist der Kit für den Honda respektive Acura NSX auf ein Neues eindrucksvoll. Umso faszinierender ist der gezeigte, japanische Zweisitzer zudem durch die Kombination der Breitbaukarosserie mit dem üppig dimensionierten Savini-Rädern und der extremen Tieferlegung per Luftfahrwerk. Somit ist das Ergebnis wahrlich ein Eyecatcher allererster Güte, der zu Recht einer der unumstrittenen Stars der SEMA Show 2017 war.

Technical Facts

Acura NSX

Motor: V6-Ottomotor mit Turboaufladung im Kombination mit drei Elektromotoren, Armytrix-Downpipe und -Titan-Catback-Abgasanlage

Hubraum: 3.493 ccm

Systemleistung: 427 kW / 581 PS

max. Drehmoment (Gesamtsystem): 646 Nm

Kraftübertragung: 9-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

Fahrwerk: Custom-Airlift Performance-Luftfahrwerk mit 3H-Managementsystem, Nova Damper-Luftfederbeinen und zwei Viair-Kompressoren

Rad/Reifen: dreiteilige Savini SV67-Schmiedefelgen in 20 Zoll mit Nitto Invo-Bereifung in 245/30 ZR20 und 305/30 ZR20

Karosserie: Liberty Walk-Widebodykit bestehend aus Frontspoilerlippe, Seitenschwellerschwertern, Heckschürzen-Diffusoransatz und Kotflügelverbreiterungen, Liberty Works-Heckflügel