Nissan 350Z: Red Rocketeer

Dass die europäische Tuning-Community rund ein bis zwei Jahre hinter den internationalen Trendsettern aus den USA und Japan hinterherkinkt, ist ein offenes Geheimnis. Und während die Fazination für die martialischen Bolt-On-Breitbauten in Übersee offenbar bereits ihren Scheitelpunkt überschritten hat, legen Liberty Walk, Rocket Bunny / Pandem, RWB und Co. so hierzulande (noch) weiter an Popularität zu.

Für reichlich Aufsehen sorgt beispielsweise dieser Nissan 350Z von Jan Pelegrin aus Lüdenscheid, den der 25-jährige Fahrzeuglackierer in Eigenregie in sein extrovertiertes Rocket Bunny V2-Outfit hüllte. Selbiges wirkt wie Anabolika auf den bereits werksseitig recht maskulin gezeichneten Sportler, transformiert es ihn doch optisch zu einem kraftstrotzenden Hardcore-Bodybuilder mit dick auftragenden Muskelpaketen.

V2-Widebody in Maserati-Rot

Der Rocket Bunny V2-Kit umfasst neben den üppig dimensionierten Kotflügelverbreiterungen vorn und hinten (VA 40 mm, HA 80 mm) auch eine neue Frontschürze inklusive Spoilerschwert sowie einen Heckdiffusor und natürlich den typischen Rocket Bunny-Ducktail. Die in die Frontstoßstange integrierten LED-Tagfahrleuchten fungieren auch als Blinker. Abschließend brachte Jan selbstverständlich auch die leuchtende 3-Schicht-Lackierung aus der Maserati-Farbkarte höchstpersönlich auf. Von italienischen Supersportwagen, nämlich aus dem Hause Ferrari, stammen darüber hinaus auch die winzigen Seitenblinker. Besondere Akzente im 350Z-Bug setzen ferner die innen teilweise in Wagenfarbe lackierten und mit Standlichtringen nachgerüsteten Scheinwerfer, deren Blick von kleinen Abdeckungen geschärft wird.

Fett: 13×19 Zoll mit 345/30R19

Selbstverständlich verlangten die mutierten Radhäuser nach adäquater Füllung. Jan entschied sich für aus dem Heimatland des Nissans stammende Work Meister M1-Dreiteiler in den XXL-Kalibern in 10,5×19 Zoll ET-1 und 13×19 Zoll ET-14 mit mattschwarzen Y-Speichen-Sternen und auf Hochglanz polierten Edelstahl-Stufenbetten. Dem aktuellen Fitment- und Tirestretch-Trend die kalte Schulter zeigend, besohlte das aktive Mitglied der Tuning-Community MK Ridez die japanischen Mehrteiler mit fetten Michelin Pilot SuperSport-Walzen der Dimensionen 285/35R19 an der Lenk- und sogar 345/30R19 an der Antriebsachse! Durch die Felgensterne ist das Bremsen-Upgrade in Form gelochter und genuteter EBC Turbo Groove-Bremsscheiben sichtbar.

Invidia-Posaune für den VQ35DE

Dem sich unter einer in Wagenfarbe lackierten Abdeckung verbergenden und bereits werksseitig 301 PS leistenden 3,5-Liter-Saugmotor stellte Jan einen 16-reihigen Ölkühler zur Seite. Das bereits werksseitig recht imposante V6-Gebell des VQ35DE-Aggregats wird von einer aus Edelstahl gefertigten Invidia-Sportabgasanlage nochmals deutlich markanter gestaltet.
Um die „gewichtige“ Massenträgheit der gewaltigen Rad/Reifen-Kombinationen etwas abzumilden, spendierte Jan dem Antriebsstrang seines Z ein gegenüber dem OEM-Bauteil um ein rund ein Drittel leichteres Einmassen-Schwungrad, welches an eine Stage 2-Sportkupplung angeflanscht wurde. Für die Tieferlegung sowie ein dynamischeres Fahrverhalten des Sportcoupés zeichnet ein KW Variante 2-Gewindefahrwerk verantwortlich.
Das Cockpit seines 350Z wertete Jan mit Akzenten in Wagenfarbe sowie einer Carbon-Verkleidung der Instrumenteneinheit auf. Weitere Interieur-Upgrades stehen noch auf der ToDo-Liste.

Tech Facts

Nissan 350Z

Baujahr: 2006

Karosserie: Rocket Bunny V2-Widebody-Kit, Tagfahrlicht mit integrierten Blinkern, Scheinwerfergehäuse innen in Wagenfarbe lackiert + Standlichtringe, Ferrari-Seitenblinker, 3-Schicht-Lackierung in Maserati-Rot

Motor: 3,5-Liter-V6-Motor (VQ35DE), 16-Reihen-Ölkühler, K&N-Sportluftfilter, Invidia-Abgasanlage, 301 PS

Kraftübertragung: Stage 2-Sportkupplung, Einmassen-Schwungrad (33% leichter)

Fahrwerk: KW Variante 2-Gewindefahrwerk
Rad/Reifen: 3-teilige Work Meister M1-Felgen in 10,5×19 Zoll ET-1 und 13×19 Zoll ET-14, Michelin Pilot SuperSport-Bereifung in 285/35R19 und 345/30R19

Bremsen: EBC Turbo Groove-Bremsscheiben

Innenraum: Akzente in Wagenfarbe, Carbon-Instrumentenabdeckung