Spawn Jeep Wrangler Project Cars

The Violator Hunter von Project Cars

Immer wieder kreiert der Mensch dystopische Visionen, die beispielsweise in Filmen, Literatur, oder Videospielen Gestalt annehmen. Beim Anblick des hier gezeigten Jeep Wranglers von Carlos Molina werden unweigerlich Erinnerungen an Resident Evil, Mad Max und Co. wach und man kommt zu dem Schluss, dass sich dieser extremen Geländegänger für ein Überleben in diesen Endzeit-Welten wohl bestens eignen würde. Das eigentliche Leitbild hinter dem Jeep ist jedoch ein anderes: Spawn, ein von Todd McFarlane geschaffener Antiheld, der seit 1992 in seine eigene Comicreihe unterwegs ist. Ehemals Söldner, wird er ermordet, bekommt durch einen Deal mit dem Höllenfürsten Malebolgia aber die Möglichkeit wieder auf die Erde zurückzukehren.

Diese Wiederkehr gestaltet sich jedoch deutlich anders als erhofft. Es stellt sich heraus, dass Malebolgia den Hintergedanken hegte, Spawn zum General seiner Höllenarmee für die Apokalypse zu ernennen. Als dieser sich weigert beginnt für ihn ein fortwährender Kampf an mehreren Fronten. Fortan lebt er in New York, wo er sich seine eigene Welt schafft, die er erbittert gegen feindliche Eindringlinge verteidigt. Mit anderen Worten: Sein Dasein auf der Erde ist trotz übermenschliche Kräfte alles andere als ein Zuckerschlecken. Da würde ein aufgerüsteter, fahrbarer Untersatz gerade recht kommen. Dies dachte sich wohl auch Carlos Molina, der unter seinem Label „Projekt Cars“ dieses Fahrzeug Wirklichkeit werden ließ und kürzlich auf der SEMA Show in Las Vegas ausstellte.

Rot-schwarzes Allradmonster

Die für ein derartiges Vorhaben naheliegende Basis war mit dem Jeep Wrangler in seiner viertürigen Unlimited-Version schnell gefunden. Diese lässt sich schon ab Werk auf wie abseits der Straße kaum aufhalten. Dennoch tritt sie selbstverständlich noch viel zu brav auf, weswegen Carlos und sein Team den Geländewagen rundum tiefgreifend modifizierten und ihm so eine martialische Optik sondergleichen verliehen. Dies gilt insbesondere für die Frontpartie, mit ihrer Grumper-Schürze von Fab Fours, die um rote Spikes und Ösen sowie einen „SPAWN“-Schriftzug erweitert ist, den LED-Leuchten mit roten Schutzvorrichtungen und der Performance-Motorhaube. Ein echter Eyecatcher ist zudem die Dachträger-Vorrichtung, die aus dicken, ebenfalls roten Rohren besteht und sich an der Front bis zur Haube und hinten bis an den neuen Stoßfänger samt zweier Abschleppösen zieht. Die Dachreling dient unter anderem als Aufnahmevorrichtung für eine Zusatzleuchten-Einheit auf dem Dach und großkalibrigen Gewehren an den Fahrzeugseiten. An letzteren fällt neben den Schwelleransätzen und den Kotflügeln im Übrigen besonders auf, dass die ursprünglichen Türen ausgedient haben: Stattdessen geht es im Jeep nun deutlich luftiger zu – bedingt durch die Tatsache, dass die neuen Portale nur aus einer unteren Hälfte bestehen, welche wiederum aus roten Rohren produziert sind. Ferner sind sie mit angehängten Textiltaschen zum Verstauen von Kleinkram und gleichfalls jeweils einer Schusswaffe ausgerüstet. Perfekt zum Einsatz in unwegsamem Gebiet eignet sich die Rad/Reifen-Kombination. Es handelt sich um üppig bemessene RBP Swat-Felgen in 14×22 Zoll mit Offroad-Bereifung in 38×15,50 R22. Dies gilt selbstverständlich auch für das Reserverad am Heck, das mit Hilfe einer neuen Haltevorrichtung samt Schloss am Heck montiert ist.

Umgrade für Motor & Fahrwerk

Zusätzlich verbessert für den harten Geländeeinsatz zeigt sich der SPAWN-Wrangler dank der umfassenden Modifikationen des Fahrwerks: Kernelemente sind dabei der Höherlegungs-Kit mit langen Querlenkern und die neuen Stoßdämpfer, die jeweils aus dem Portfolio von Rancho stammen. Gleiches gilt für weitere Komponenten wie die Querträger, die Achsschenkel sowie das Lenkgestänge. Hinzu kommen weitere Bauteile aus dem Hause Rugged Ridge, etwa die Spurstangen sowie mehrere Unterfahrschütze, um diverse Komponenten vor ungewollten Beschädigungen zu bewahren. Weitreichend optimiert präsentiert sich des Weiteren das 3,6 Liter große V6-Triebwerk im Bug des Jeeps: Der ursprünglich knapp 290 PS starke Benziner bekam einen Vortech-Kompressor samt RIPP-Verrohrung, einen K&N-Luftfilter sowie – jeweils von Mishimoto stammend – einen Performance-Motorkühler und -Schläuche. Darüber hinaus sorgte Diablosport für eine Softwareoptimierung. Das Entsorgung der Verbrennungsüberreste geschieht über eine Roush-Abgasanlage, die mittels einer RIPP-Downpipe mit dem Aggregat verbunden ist. Zu guter Letzt garantiert ein Ansaugschnorchel, dass der V6 mit genügend Kühlluft versorgt wird, selbst bei etwaigen Wasserdurchfahrten, während gleich zwei Batterien jederzeit genügend Energie zum ordnungsgemäßen Betrieb des Wranglers bereitstellen.

Rote Akzente innen

Last but not least rüstete Carlos selbst das Interieur bestens für harte und dreckige Einsätze jeglicher Art aus: Sein Jeep besitzt Allwetter-Fußmatten aus Gummi, mehrere zusätzliche Haltegriffe am seitliche Dachhimmel, Neopren-überzogene Armlehnen sowie eine Taschenlampen-Aufnahme. Gleichzeitig weht ein dezent luxuriöser Wind durch den Innenraum, da die Sitze mit Ferrari-Leder samt „SPAWN“-Schriftzügen versehen sind. Und auch darüber hinaus führt das Cockpit den rot-schwarzen Antihelden-Look unter anderem dank zahlreicher roter Zierblenden perfekt fort. Abrundend befinden sich am Armaturenbrett gleich mehrere Totenköpfe und Ketten. Letztere ziehen sich zudem in größerem Ausmaße am Exterieur von der Front über die Seiten bis zum Heck. Selbige sind eines der Haupterkennungsmerkmale von Spawn. Als Bestandteil seines lebendigen Anzugs kann er sie mit seinen Gedanken steuern und sie so als eine wichtige Waffe gegen Feinde einsetzen.

Technical Facts

Jeep Wrangler

Baujahr: 2017

Motor: 3,6-Liter-Pentastar-V6-Ottomotor, Vortech-Kompressor, RIPP-Kompressor-Verrohrung, Diablosport-Softwaretuning, RIPP-Downpipe, K&N-Luftfilter, Mishimoto-Performance-Motorkühler, Mishimoto-Performance-Schläuche, DinMan-Carbon-Motorabdeckung, Roush-Performance-Abgasanlage, diverse Komponenten von Rugged Ridge: Ansaugschnorchel, Halterung für zwei Batterie, Drosselklappen-Spacer

Kraftübertragung: 5-Gang-Automatikgetriebe

Rad/Reifen: RBP Swat-Felgen in 14×22 Zoll mit Tri-Ace-Bereifung in 38×15,50R22, Distanzscheiben

Fahrwerk: rote Differentialcover von Alloy USA, diverse Komponenten von Rancho: Höherlegungs-Kit mit langen Querlenkern, Querträger, RS9000XL-Stoßdämpfer, Achsschenkel, Spurstangenhalterung, Lenkgestänge, diverse Komponenten von Rugged Ridge: Versteifungsstreben, einstellbarer Panhardstab, Spurstangen, zahlreiche Unterfahrschutz-Bleche, Differentialcover

Karosserie: Grumper-Frontschürze von Fab Fours, LED-Frontleuchten von Spyder, diverse Beleuchtungseinheiten auf LED umgerüstet, zahlreiche Karosserieteile von Rugged Ridge: Performance-Motorhaube mit Lufteinlässen und Hood-Lift-Kit, schwarze Motorhauben-Verschlüsse aus Aluminium, Sherpa-Dachreling mit Adapter-Kit für Querstreben, XHD-Frontstoßstange mit Seilwindenbefestigung, Off-Road-Performance-Seilwinde, XHD Gen II-Reserveradhalter samt Radschloss, XHD-Heckstoßstange, XHD-Rock Sliders-Seitenschwelleraufsätze, Türen aus Metallrohren vorne und hinten mit Scharnier-Kits, Aufbewahrungstaschen an den Türen, rote Scheinwerferschütze, LED-Rückleuchten, klappbare Leuchtenhalter, schwarzer Tankdeckel, Rundum-Panzer-Kit, Notfall-Ausrüstungsset, Innenradkasten-Kit

Innenraum: Ausstattung mit Ferrari-Leder durch Roadwire, diverse Komponenten von Rugged Ridge: Allwetter-Fußmattenset, Haltegriffe, rote Zierblenden, Neopren-Armauflagen-Überzug, Aufbewahrungscover für die Rückseite der Frontsitze, Taschenlampen-Halterung, Eclipse-Sonnendach

Text: Simon Mombartz, Fotos: Olivier Fourcade