Jeep® Wagoneer Roadtrip Concept

Jeep Wagoneer Roadtrip: Modernisierter Klassiker!

Beinahe drei Jahrzehnte lang stellte er die Spitze des Modellprogramms dar, an die sich viele Jeep-Fans noch heute gerne zurückerinnern: der Wagoneer, der über seine gesamte Bauzeit von 1963 bis 1991 kaum überarbeitet wurde. Nun, weitere gut 25 Jahre nachdem der Name Wagoneer aus dem Portfolio verschwand, in denen seine Position mehr oder minder der Grand Cherokee und zeitweise der Commander einnahmen, rückt eine Neuauflage in immer greifbarere Nähe. Sie soll mit Cadillac Escalade, Lincoln Navigator und Co. konkurrieren und könnte schon im kommenden Jahr 2019 debütieren.

Womöglich als kleinen Appetitanreger, um die Vorfreude zu steigern, haben die US-amerikanischen Allrad-Spezialisten nun jedoch zunächst das auf diesen Seiten gezeigte, restaurierte und modernisierte Exemplar des Originals präsentiert. Dies geschah im Rahmen der Easter Jeep Safari, bei der Jeep noch einige weitere Concept Cars vorstellte – Näheres dazu gibt’s direkt anschließend an diesen Beitrag ab Seite 94.

Auffällige Farbgebung

Optisch steht der Wagoneer aus dem Baujahr 1965 kantig wie eh und je da, eben genauso, wie wir ihn in Erinnerung haben. Was fehlt, sind jedoch charakteristischen Holzbeplankungen der Karosserie, die damals etwa die Topausstattungsvariante Limited zierten. Und auch sonst überarbeitete Jeep den Klassiker tatsächlich mehr, als man auf den ersten Blick denken könnte: Der Radstand wurde um etwa 13 Zentimeter verlängert und die Karosserie dementsprechend angepasst. Darüber hinaus ist die Spur breiter und der große Geländegänger trägt ausladendere Custom-Kotflügel sowie modifizierte Radhäuser und Schürzen. Weitere optische Highlights sind die mintgrüne Lackierung sowie der chromsilbern glänzende „Razor“-Kühlergrill mit senkrechten Schlitzen – ähnlich wie noch bei heutige Jeeps zu sehen, jedoch in größerer Anzahl. Die cremefarbenen 17-Zoll-Stahlräder in den Radkästen sind mit 285/70er BFGoodrich-Reifen bezogen.

Interieur wie neu

Der Blick in den Innenraum zeigt, dass hier ebenfalls die originale Optik erhalten blieb. Zugleich wirkt das Cockpit durch die komplette Runderneuerung wie aus dem Ei gepellt: Die Sitze und Türverkleidungen wurden mit Leder im dunklem Rot bezogen, das einen starken Kontrast zu den zahlreichen in Wagenfarbe ausgeführten Flächen wie dem Armaturenbrett, der Mittelkonsole und den Fußräumen bildet. Letztere sind zudem mit Bedliner beschichtet, womit sie bestens gegen Schmutz, Dreck raue Behandlung geschützt sind. Zudem gibt es unter anderem eine Custom-Klimaanlage.

V8 sorgt für Vortrieb

Die tiefgreifendsten Anpassungen realisierte Jeep jedoch unter dem Blech. Der Wagoneer besitzt einen verstärkten Rahmen sowie Dana 44-Achsen mit Sperrdifferentialen, Vierlenker-Achsaufhängung sowie Gewindefederbeine. Somit ist der Allradler bestens gerüstet für jeglichen Einsatz, auch abseits befestigter Straßen. Für souveränen Vortrieb sorgt dabei ein 5,7 Liter großer V8, wobei die Kraft mit Hilfe eines Viergang-Automatikgetriebes übertragen wird.

Technical Facts

Jeep Wagoneer Roadtrip

Baujahr: 1965

Motor: V8-Ottmotor

Hubraum: 5,7 Liter

Kraftübertragung: 4-Gang-Automatikgetriebe

Fahrwerk: Gewindefederbeine, Vierlenker-Achsaufhängung, Radstand um 5 cm verlängert, verstärkter Rahmen, Dana 44-Achsen mit Sperrdifferential,

Rad/Reifen: Stahlräder in 17 Zoll mit BFGoodrich Mud-Terrain T/A KM2-Bereifung in 285/70 R17

Karosserie: Karosserie an neuen Radstand angepasst, breitere Spur, Custom-Kotflügel, neu geformte Radhäuser und Schürzen, Razor-Kühlergrill, grüne Verglasung, Lackierung in Mintgrün und Cremefarben

Innenraum: originale Sitze sowie Türverkleidungen mit dunkelrotem Leder bezogen (Oxblood), Fußräume mit Bedliner/Ladeflächenschutz beschichtet und in Wagenfarbe, Armaturenbrett und Mittelkonsole in Wagenfarbe, Custom-Klimaanlage