Aufstieg zum Biturbo

…von Simon Mombartz

Lange mussten wir auf den extra-scharfen BMW M2 warten, nun ist er endlich da. Die Münchener haben die neue Topversion vorgestellt und sie trägt den Beinamen Competition. Ganz so wie die leistungsgesteigerte Ausführung des M3 und M4. Doch dies ist nicht die einzige Gemeinsamkeit, die der kleinste M nun mit den großen Brüdern hat. In der Tuningbranche haben wir es schon oft gesehen, jetzt realisiert es BMW auch offiziell ab Werk: Unter der Haube des neusten M-Coupés arbeitet nun prinzipiell das gleiche, doppelt aufgeladene S55-Aggregat.

Dabei muss der M2 Competition jedoch selbstverständlich die interne Rangordnung einhalten und somit hinsichtlich der Leistung einen Respektabstand einhalten. So leistet der Dreiliter-Reihensechszylinder unter seiner Haube „nur“ 410 PS statt der mindestens 431 PS im M3 und M4. Diese Differenz dürfte jedoch letztendlich nur auf dem Papier von wirklicher Bedeutung sein, nicht zuletzt auch wegen seines Gewichtsvorteils – wenngleich dieser relativ gering ausfällt. Zudem ist das maximale Drehmoment mit 550 Nm identisch mit jenem in den Mittelklasse-M-Modellen. Den Sprint auf Tempo 100 bewältigt der M2 Competition damit in 4,2 Sekunden – sofern das Doppelkupplungsgetriebe an Bord ist, mit Handschaltgetriebe vergehen 4,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 km/h abgeregelt – respektive bei 280 km/h, wenn der Fahrer in das M Driver’s Package investiert hat.

Technik aus M3/M4

Mit dem Triebwerk hielten auch gleich die Ölversorgung sowie das Kühlsystem von M3 und M4 Competition Einzug. Und zu guter Letzt wurde die sogenannte Präzisionsstrebe aus Carbon im Motorraum ebenfalls übernommen. Ferner sind auf Wunsch die Verzögerungswerte nochmals verbessert, denn optional verbaut BMW die neue M-Sportbremsanlage mit 400-mm-Scheiben an der Vorder- und 380-mm-Scheiben an der Hinterachse. Davor befindet sich gegen Aufpreis ein neuer Radsatz im Y-Speichen-Design mit den Dimensionen 9×19 und 10×19 Zoll. Die Bereifung misst dabei 245/35 ZR19 und 265/35 ZR19. Weiteres exklusives Erkennungsmerkmal des M2 Competition ist die überarbeitete Front mit größeren Lufteinlässen und neuem, in der Mitte verbundenem Nieren-Kühlergrill in Schwarz. Hinzu kommen Seitenspiegel im Stile des M3 und M4. Gleichfalls nur für den Top-M2 erhältlich ist die neue Lackierung Hockenheim silber metallic.

Modifiziertes Interieur

Überarbeitet haben die Münchener des Weiteren den Innenraum. Das M-Lederlenkrad besitzt zwei Memory-Tasten über die sich individuelle Einstellungen, beispielsweise der Motor- und Lenkungs-Kennlinien, abspeichern und auf Knopfdruck abrufen lassen. Darüber hinaus gibt es optional die neuen, lederbezogenen M-Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und beleuchteten M2-Logos in den Rückenlehnen.