BMW M235i Eurotuner Industries

Auf der Spur des Cup-Racers!

Als BMW im April diesen Jahres das lang ersehnte kompakte Topmodell M2 auf den Markt brachte, rückte der Rest der 2er-Baureihe mit Blick auf die öffentliche Wahrnehmung etwas in den Hintergrund – sogar die bis dato stärkste Version M235i. Dabei arbeitet unter dessen Haube prinzipiell derselbe N55-Reihensechszylinder, wie er im M2 für erstklassige Fahrfreude sorgt. Dass der werksseitig 326 PS starke M235i gleichsam bestens für den Einsatz auf der Rundstrecke taugt, zeigt er nicht zuletzt in seiner eigenen Rennserie.

Der „BMW M235i Racing Cup“ ist erfolgreiche Cup-Klasse, die im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem legendären Nürburgring ausgetragen wird. Da hier alle Kontrahenten mit technisch identischen Rennfahrzeugen an den Start gehen, führt in den hart umkämpften Rennen insbesondere fahrerisches Können zum Erfolg. Obwohl es sich bei den eingesetzten Sportcoupés um optisch recht seriennahe BMWs handelt, machen Kenner doch auf Anhieb signifikante Unterschiede zwischen dem Serienmodell des M235i und den VLN-Cup 5-Racern aus. Dazu gehören etwa die Mannen von Eurotuner Industries, die es sich beim Aufbau des hier abgebildeten M235i xDrive-Projektfahrzeugs zum Ziel gesetzt haben, diesem das Erscheinungsbild des Cup-Sportlers zu verpassen.

Stämmiger Widebody und Oxigin 20 Attraction-Räder

Realisiert wurde dies in erster Linie durch die Verwendung eines maskulinen Breitbau-Bodykits. Dieser bewirkt, dass der Zweitürer dank neuer Kotflügel an der Vorder- und verbreiterter Seitenwände an der Hinterachse deutlich stämmiger auf der Straße steht. Ferner ergänzen eine Frontschürze inklusive Spoilerlippe sowie eine Heckstoßstange samt Diffusor den geschärften, sportlich-dynamischen Auftritt des BMWs. Die ebenfalls neue Motorhaube fällt dank ihrer zwei großen Luftkanäle sofort ins Auge. Zudem sorgen Seitenschweller, welche die breiten Radkästen optisch verbinden, für eine perfekte Abrundung des Designs. Carbon-Spiegelkappen und eine Spoilerlippe aus selbigem Werkstoff, die jeweils aus dem BMW M Performance-Programm stammen, ergänzen die Überarbeitung des Exterieurs. In die Radkästen zog zu guter Letzt ein passender Felgensatz ein: Der BMW rollt auf Oxigin 20 Attraction-Felgen, die sich durch ihre zehn filigranen Speichen und das kontrastreiche Finish „Black Full Polish“ auszeichnen. Sie besitzen die Dimensionen 9×20 sowie 10,5×20 Zoll und wurden mit Michelin Pilot Super Sport-Pneus in 255/30R20 respektive 295/25R20 umspannt.

Verfeinerte Technik samt 60 Extra-PS

Passend zur neuen Racing-Optik erhielt die Technik ebenso einige Updates. Ein KW Variante 3-Gewindefahrwerk mit separat voneinander justierbarer Druck- und Zugstufendämpfung generiert eine nochmals verbesserte Straßenlage und ermöglichst so erhöhte Kurvengeschwindigkeiten. Des Weiteren beträgt die Leistung des begeisternden Reihensechsers nunmehr 386 PS, womit er sogar die Serienleistung des M2 (370 PS) übertrifft. Zu verdanken sind die zusätzlichen 60 Pferdestärken dem Einbau eines Zusatzsteuergeräts. Darüber hinaus schließt sich an das Triebwerk eine neue Abgasanlage an. Diese stammt von Remus und verfügt über eine Klappensteuerung sowie zwei Endrohre, die den Diffusor einrahmen. Keine großartigen Überarbeitung erhielt schlussendlich das Interieur des BMWs. Dies begründet sich darin, dass in dieser Hinsicht kein Bedarf bestand – wurde der M235i xDrive doch bereits ab Werk vollausgestattet und inklusive diverser feiner Parts aus dem M Performance-Portfolio ausgeliefert. Damit blieben schon im Serienzustand selbst für ambitionierte Rennfahrer so gut wie keine Wünsche offen.