neue Mercedes G-Klasse

Ab zum Schöckl: Der Berg ruft!

Mit der bereits seit 1979 gebauten G-Klasse hat Mercedes einen der letzten echten Geländewagen im Programm. Und obwohl ihr Ende in den vergangenen Jahren schon mehrfach diskutiert wurde, wissen wir mittlerweile, dass das vorläufig so bleiben soll. Schließlich haben die Stuttgarter nun eine komplett neue Auflage des Klassikers entwickelt. Diese feiert in wenigen Tagen auf der NAIAS in Detroit Premiere.

Doch zuvor musste sie während ihrer Entwicklung mehrere tausend Testkilometer zurücklegen – etwa 2.000 davon alleine auf dem 1.445 Meter hohen Schöckl! So heißt einer der bedeutendsten Gipfel im Grazer Bergland, der demzufolge auch als Hausberg der zweitgrößten Stadt Österreichs gilt. Ihn nutzt das in Graz ansässige Unternehmen Magna Steyr, das den Stuttgarter Geländegänger für Mercedes baut, als Teststrecke und Benchmark: Jede G-Klasse muss den Berg bezwingen. Die Route zum Gipfel hat eine Länge von 5,6 Kilometer und Steigungen von bis zu 60 Prozent sowie bis zu 40 Prozent Seitenneigungen.

Ziel bei der Entwicklung des künftigen Modells war, dass es dem bewährten Vorgänger in Nichts nachsteht. Dies ist laut Mercedes bestens gelungen, in manchen Belangen soll der Neue den Alten im Gelände sogar übertrumpfen: Zuzuschreiben ist dies dem Leiterrahmen samt dreier 100-prozentiger Differenzialsperren, der Einzelradaufhängung, einer extrem robust ausgelegter Doppelquer-Vorderachse sowie der Starrachse hinten und der Geländeuntersetzung. Verdienst des neu entwickelten Fahrwerks sind Verbesserungen quasi aller für eine gute Geländegängigkeit entscheidenden Faktoren: Die Bodenfreiheit zwischen den Achsen konnte ebenso erhöht werden wie die Wattiefe und die Böschungs- sowie der Rampenwinkel. Zudem soll der G nun fahrstabil bei Schräglagen von bis zu 35° sein und je nach Untergrund eine Steigfähigkeit von bis zu 100 Prozent besitzen.

Einen entscheidenden Beitrag zu der hervorragenden Geländegängigkeit leistet ferner der sogenannte „G-Mode“. In diesem Offroad-Fahrmodus werden diverse Komponenten wie die Lenkung und das Fahrwerk, aber beispielsweise auch die Kennlinie des Gaspedals nochmals zusätzlich für den Geländeeinsatz optimiert. Gleichfalls eigens für die speziellen Anforderungen der G-Klasse abgestimmt – etwa durch verkürzte Schalt- und Reaktionszeiten – hat Mercedes die Neungang-Wandler-Automatik.